Korrosionsschutz und Umwelt im Einklang

Neue Beschichtungstechniken für Leichtmetalle

31. August 2010

Unter der Marke Alodine präsentiert Henkel auf der Aluminium 2010 nachhaltige Beschichtungstechniken, die höchste Qualität mit der Verantwortung für Mensch und Umwelt verbinden. Diese Beschichtungen werden den sich ständig wandelnden Anforderungen der Aluminiumindustrie gerecht und gewährleisten einen maximalen Korrosionsschutz bei minimaler Umweltbelastung.

Mit dem chromfreien Alodine 400 Prozess präsentiert Henkel beispielsweise ein Verfahren zur Vorbehandlung von Aluminiumoberflächen, das nicht nur die Umweltbilanz und Arbeitssicherheit deutlich verbessert, sondern auch die hohen Qualitätsanforderungen bezüglich Lackhaftung und Korrosionsbeständigkeit pulverlackierter Materialien erfüllt. Der Einsatz dieser kennzeichnungsfreien Technik bietet Betrieben den Vorteil, komplett auf die klassische Abwasserbehandlung verzichten zu können, da im Prozess keine Schwermetalle enthalten sind. Zugleich profitieren auch die Anlagenführer von einer verbesserten Arbeitssicherheit. Alodine 400 verfügt über die GSB und Qualicoat Freigabe und bietet damit beste Voraussetzungen für eine langfristig witterungsbeständige Pulverbeschichtung.

Eine weitere Neuentwicklung auf dem Gebiet der Metallvorbehandlung ist Alodine 5992. Im Gegensatz zu toxischen Chrom(VI)-haltigen Passivierungen basiert die mit diesem Verfahren erzeugte Konversionsbeschichtung auf ungiftigen Chrom(III)-Verbindungen. Angesichts der vielfältigen gesetzlichen Auflagen – wie RoHS-, WEE- und ELV-Richtlinien – stellt Alodine 5992 damit eine echte Alternative zu traditionellen Konversionsbehandlungen dar. Die dreiwertige Schicht bietet eine gleichwertige Blankmetallkorrosionsbeständigkeit für unlackierte Aluminiumoberflächen sowie einen optimalen Haftgrund für die Lackierung; die pulverlackierten Aluminiumteile besitzen denselben Korrosionsschutz wie gelbchromatierte Bleche und Profile. Alodine 5992 ist Qualicoat-zertifiziert und erfüllt zudem die MIL-Anforderungen für den Einsatz in der Luftfahrtindustrie. Zugleich vereinfacht der Einsatz des Verfahrens die Abwasserbehandlung und Entsorgung, da die Reduktion des sechswertigen Chroms in die dreiwertige Form entfällt.

Als Schutz gegen starke Beanspruchungen in extremen Klimazonen oder in aggressiven, industriellen Umgebungen halten die chromfreien Alodine EC²-Schichten stärksten Belastungen stand. Hitze, Kälte, Salz, Gas, Öl und Wasser können ihnen nichts anhaben. Von den hohen Druck- und Temperaturverhältnissen in Automobilmotoren bis hin zu der galvanischen Korrosion bei Schiffskomponenten durch Meerwasser: Alodine-EC² eignet sich aufgrund der chemischen Beständigkeit in Verbindung mit einer hohen Temperaturresistenz, Härte und Reibefestigkeit für eine Vielzahl anspruchsvoller Industrieanwendungen unter extremen Bedingungen. Dennoch ist die elektro-keramische Beschichtung so flexibel, dass sich die behandelten Komponenten auch nachträglich umformen lassen, ohne dass Beschädigungen an der Alodine EC²-Schicht entstehen. Außerdem kann diese beliebig lackiert, emailliert, verklebt oder sonst wie beschichtet werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Verfahren ist beispielsweise eine dekorative Lackierung hier auch ohne Aufbringen einer Grundierung möglich. Durch den Wegfall zusätzlicher Verfahrenschritte ist der gesamte Fertigungsprozess damit kürzer und ressourcenschonender.