Kopf für Rohrbögen

Technik

Schon mit der ersten Generation des Orbitalschweißkopfs ›HX 16‹ konnte Orbitalum das Verschweißen von Rohrbögen an Lamellenwärmetauschern verbessern. Jetzt hat das Unternehmen den Schweißkopf weiter optimiert.

21. März 2017
Der Orbitalschweißkopf von Orbitalum sorgt für eine hohe Produktivität. Für das Verschweißen vormontierter Bögen an Edelstahl-Wärmetauschern gibt es laut Hersteller keine vergleichbare Lösung. Bildquelle: Orbitalum Tools
Bild 1: Kopf für Rohrbögen (Der Orbitalschweißkopf von Orbitalum sorgt für eine hohe Produktivität. Für das Verschweißen vormontierter Bögen an Edelstahl-Wärmetauschern gibt es laut Hersteller keine vergleichbare Lösung. Bildquelle: Orbitalum Tools)

Auf Tastendruck spannen sich die Schweißköpfe ›HX 16P‹ und ›HX 22P‹ von Orbitalum mit pneumatischem Spannmechanismus selbsthaltend am Rohr fest. Durch diese Innovation werden Handhabung und Komfort erheblich verbessert.

Orbitalum ermöglicht damit der Heating-Ventilation-Air-Condition-Industrie, einfacher von der bisherigen Wärmetauscher-Konstruktion aus Kupfer auf Edelstahl umzusteigen. Edelstahl lässt sich mit dem WIG-Verfahren in Verbindung mit dem mechanisierten Orbitalschweißen wirtschaftlich fügen. Die marktüblichen geschlossenen Orbitalschweißköpfe oder offenen Orbitalschweißzangen scheiden aus, denn aufgrund ihrer Bauform ist keine Platzierung zwischen den einzelnen Rohren möglich. Dem HX 16P von Orbitalum mit einem Außendurchmesser von 60 Millimetern genügt ein Abstand von 30 Millimetern für das Positionieren und Spannen per Knopfdruck am Schweißkopf.

Je Bearbeitungszyklus vergehen an einem Rohr mit 16 Millimeter Außendurchmesser und 0,5 Millimeter Wandstärke gut eineinhalb Minuten: Spannen, Aufbau der Schutzgasatmosphäre, Schweißen und Abkühlen in Argon-Atmosphäre. Bisher musste der Bediener den Schweißkopf während des Schweißens mit der Hand halten. Durch das pneumatische Spannen hält der Kopf selbstständig seine Position am Rohrbogen.

Ein weiterer Pluspunkt des Orbitalschweißkopfes HX 16P und seines großen Bruders HX 22P ist die geschlossene Schweißkammer. Durch sie bilden sich nahezu keine Anlauffarben in der Wärmeeinflusszone der Schweißnaht. Dadurch erzielt der Anwender eine weitere Ersparnis: Keine Anlauffarbe bedeutet kein Beizen und kein Passivieren.

Ideales Werkzeug für Reparaturen

Schon das bisherige Modell HX 16P hat Anwender in Deutschland, Italien, Spanien, China, Indien, Korea, Brasilien und Mexiko überzeugt. Hoher Automatisierungsgrad bedeutet auch hohe Produktivität. Der konstruktionsbedingte Vorteil macht das Orbitalum-System zum idealen Werkzeug für Reparaturarbeiten am Wärmetauscher. Durch sein geringes Gewicht und dem bewährten Orbitalum-Schlauchpaket mit Anschlüssen für Strom, Gas und Kühlflüssigkeit sind die Schweißköpfe sehr handlich.

Alle Schweißstromquellen von Orbitalum erkennen diese Köpfe automatisch, so dass der Bediener vor Schweißbeginn nur sein vorgegebenes Schweißprogramm aufrufen und den -prozess starten muss. 2017 wird die HX-Produktfamilie durch ein weiteres Modell ergänzt: Der HX 12P schweißt Rohre von 9,52 bis 12,7 Millimeter Durchmesser und komplettiert damit das Port-folio von Orbitalum.

Erschienen in Ausgabe: 01/2017