Konvergente Evolution

Die Comau-Punktschweißmaschine integriert die Schweißpistole, indem der Flansch direkt mit dem Roboter verbunden wird, ohne dazu ein Adapterset zu erfordern. Das Ergebnis ist ein leichtes und kompaktes Produkt, das eine konstant hohe Leistungsfähigkeit bietet und daher ein geeignetes Punktschweißsystem für die Automobilindustrie ist.

23. Juli 2012

Die Teams von Comau haben von Anfang an daran gearbeitet, sämtliche Systemkomponenten zu optimieren. So entstand die neue Punktschweißpistole, deren Gesamtgewicht 40 % unter dem der Vorgängermodelle liegt. Sie umfasst eine kompakte Schweißpistole mit einem verbesserten Transformator und ist um 90° angewinkelt, um das Gesamtvolumen des Gehäuses weiter zu reduzieren und den Schwerpunkt näher zum Gelenk des Roboters zu verlagern.

Feldbusmodul und Drehung der Pistolenarme werden jetzt durch die Software des Roboters kontrolliert, und der somit überflüssig gewordene pneumatische Zylinder zum Ausbalancieren der Schweißpistole wurde gestrichen.

Kühlleitungen und Kabel sind in einer Umhüllung untergebracht, die maximalen Schutz vor Abnutzungserscheinungen bietet. Der festgelegte Aufbau sorgt selbst nach Wartungsarbeiten und Eingriffen für Positionierwiederholbarkeit.

Neben der Schweißpistole entstand auch die neuste Generation von Robotern. Die Optimierung der Abmessungen jeder einzelnen Komponente – wie der Motoren – ermöglichte einen kompakten und leichten Roboter, dessen Arm dennoch denselben Funktionsumfang aufweist.

Die vollständige Integration der zur Schweißpistole führenden Kabel und Schläuche in den Roboterarm ist ein entscheidender Faktor für die hohe Genauigkeit der Punktschweißmaschine.

Dank ihres geringeren Gewichts und der kompakteren Bauweise ist es nun möglich, neue Schweißzellen und -inseln zu konstruieren, die extrem platzsparend angelegt sind. So kann die Anzahl der parallel betriebenen Roboter erhöht werden, was wiederum die Energieeffizienz steigert, Betriebskosten reduziert und Durchlaufzeiten verkürzt.

Diese Schweißmaschine kann auch an der Decke angebracht werden. Der freie Platz auf dem Boden sorgt dabei für mehr Kontrolle über die Fertigungsstraße und bietet Maschinisten einen leichteren Zugang bei Wartungs- und Umrüstungsarbeiten.

Durch ihre Bauart kann die Zelle als Ganzes weltweit verschickt und eingebaut werden und gestattet somit eine optimale Modularität und Vereinheitlichung von Betriebsabläufen auf globaler Basis.