Konsequenter Aufbau

Die Konstrukteure bei Kohler, Hersteller von Richtmaschinen und Bandanlagen, setzen bei der ­elektrischen Verdrahtung Auf das Steckverbindersystem »Combi« von Phoenix Contact - und sichern sich so mehr Flexibilität.

25. Oktober 2007

Seit über 40 Jahren gehört die Kohler Maschinenbau GmbH (www.kohler-germany.com) aus dem südbadischen Friesenheim zu den führenden Herstellern von Richtmaschinen und Bandzuführanlagen für Pressen und Stanzautomaten. Als Spezialist für Richt- und Vorschubtechnik liefert das Unternehmen seine Produkte in die ganze Welt, der Exportanteil liegt bei 50 Prozent. »Unser Produktspektrum umfasst neben Richtmaschinen für Bänder und Teile in Lang- und Kurzbauform auch Hochkantrichtanlagen, Ab- und Aufwickelhaspeln sowie Pressenautomatisierungssysteme«, erklärt Ralf Welle, Leiter der Elektrowerkstatt bei Kohler.

Konsequent Modularer Aufbau

Kohler setzt auch bei seinen Richtmaschinen auf einen modularen Aufbau. In den einzelnen Anlagenteilen arbeiten zahlreiche Sensoren und Aktoren. So bestimmen Positionsgeber Lage und Geschwindigkeit des Bandmaterials, kleine Stellmotoren und Getriebe positionieren den oberen Richtstuhl. Die Verdrahtung der Aktoren und Sensoren wird in kleineren Verteilergehäusen der jeweiligen Anlagenteile zusammengeführt. Von dort führt ein vielpoliges Kabel in den Schaltschrank, wo die Verdrahtung mittels Dreileiter-Zugfederklemmen vom Typ ST 2,5-Twin erfolgt. Um eine schnelle und zuverlässige Trennung der einzelnen Anlagenteile vom Schaltschrank sowie den Wiederanschluss der Teile an den Schaltschrank zu vereinfachen, nutzt Kohler die Steckverbinder der Baureihe Combi von Phoenix Contact. Der individuelle Aufbau jeder Anlage legt es nahe, die benötigten Stecker hinsichtlich Polzahl, Farbgebung, Codierung sowie Verrastung kundenspezifisch zu konfigurieren. So wird auch die Sicherheit erhöht, denn ein Fehlstecken wird ausgeschlossen. Jede Anlage wird zunächst bei Kohler vollständig aufgebaut und getestet, anschließend zerlegt, zum Kunden transportiert und dort wieder aufgebaut. Der konsequente und umfassende Einsatz der Combi-­Steckverbinder reduziert die Anschluss- und Verdrahtungszeiten deutlich - und spart so Zeit gegenüber einer Festverdrahtung. Vorkonfektionierte Steckverbinder sowie eine einheitliche Steckzone etwa sind eine wichtige Voraussetzung für einen schnellen und einfachen Tausch einer fehlerhaften Komponente. In Zeiten immer kürzerer Produktzyklen bleibt immer weniger Zeit für Umbau oder Erweiterung von Anlagen. Ein konsequent modularer Aufbau ist eine Grundvoraussetzung.

Stecken und sparen

Die Anlagen von Kohler werden auch unter ungünstigen Umwelt- und Produktionsbedingungen betrieben - Spritzwasser, Gase, Temperaturwechsel sind keine Seltenheit. Korrosionsprüfungen gemäß DIN 50018 in feuchter, schwefeldioxidhaltiger Atmosphäre zeigen, dass die Combi-Steckverbinder auch bei ungünstigen Bedingungen sicher und zuverlässig funktionieren. Bei den Anlagen, die Kohler früher baute, wurden die Anlagenteile mittels schwerer Steckverbinder im Schaltschrank angeschlossen. Durch den zunehmenden Kostendruck sind schwere Steckverbinder jedoch nicht mehr wirtschaftlich. »Nicht nur die Handhabung ist besser geworden, wir haben auch 30 Prozent weniger Kosten gegen­über dem früheren Verfahren«, erläutert Welle. »Mit den standardisierten Klemmen und Steckern aus dem Clipline-complete-Programm reduzieren wir außerdem die Lager- und Logistikkosten.« _

Heinz Pannek

Erschienen in Ausgabe: 07/2007