Kompakt, effizient und intuitiv

Zahlreiche Anwender sind auf mobile Schweißgeräte, die auch unter rauen Einsatzbedingungen gute Ergebnisse abliefern, angewiesen. Fronius hat mit Transpocket 150 und Transpocket 180 eine neue Generation seines einphasigen Elektrodenschweißgeräts auf den Markt gebracht. Die Weiterentwicklung überzeugt durch eine einfache Bedienung und einen erhöhten Funktionsumfang. Dank der Power-Factor-Correction-Technik (PFC) arbeiten die kompakten und handlichen Fronius-Geräte besonders energieeffizient.

04. Juli 2016

Die beiden neuen Modelle Transpocket 150 und 180 ersetzen die bewährte Transpocket 1500. Je nach Einsatzzweck sind die Schweißgeräte in verschiedenen Varianten erhältlich. Zudem nimmt Fronius mit der Transpocket 180 erstmals ein einphasiges Elektrodenschweißgerät mit einem Schweißstrombereich bis 180 Ampere in sein Portfolio auf.

Die neuen Modelle sind in erster Linie für das Elektroden-Handschweißen konzipiert und können Stabelektroden mit vier Millimetern Durchmesser verarbeiten. Durch erweiterte Dynamik-Einstellungen kann der Anwender die Zündung exakt an die verwendete Elektrode anpassen. Die Hot-Start-Funktion erleichtert das Zünden von CEL-Elektroden, der Soft-Start stellt dagegen einen stabilen Lichtbogen bei basischen Elektroden sicher.

WIG-Schweißen möglich

Zudem eignen sich die Geräte zum WIG-Schweißen: Dem Anwender stehen ein TIG-Multi-Connector-Anschluss (TMC) sowie ein Brenner mit Up-Down-Funktion zur Verfügung. Die Stromstärke liegt bei der Transpocket 150 zwischen zehn und 150 Ampere, bei der Transpocket 180 zwischen zehn und 220 Ampere. WIG-Schweißen ist im Zwei- und Viertakt-Betrieb sowie als Pulsschweißprozess möglich. Für das schnelle Fügen dünner Bleche ohne Zusatzwerkstoff gibt es die TAC-Heftfunktion.

Unabhängig vom Schweißverfahren liefert die Transpocket gute Schweißergebnisse. Die digitale Resonante-Intelligenz ermöglicht eine hervorragende Ausgangskennlinie und sorgt für einen stabilen Lichtbogen bei reduziertem Energieverbrauch. Dadurch ergeben sich gute Zünd- und Schweißeigenschaften, die sich durch die optimierte Elektrodenzündung und eine minimierte Spritzerbildung bemerkbar machen.

Der Kurzschlussstrom von etwa fünf Ampere bei der Berührung mit dem Werkstück verhindert ein Anheften der Elektrode. Anschließend steigt der Strom auf 35 Ampere, um sicherzustellen, dass der Lichtbogen nicht abreißt. Danach erreicht das Gerät den Sollstrom.

Energieeffizient dank Leistungsfaktorkorrektur

Die automatisierte Leistungsfaktorkorrektur PFC modelliert den Eingangsstrom so, dass er einen fast sinusförmigen Verlauf hat. Das reduziert die Blindleistung. Die Ausgangsstromleistung wird durch eine Glättung der Oberwellen vergrößert. Im Vergleich mit Geräten ohne PFC ermöglicht das einen höheren Schweißstrom bis 180 Ampere bei gleicher Netzabsicherung. Darüber hinaus sorgt die Technik für eine höhere Stabilität bei Spannungsschwankungen.

Mit einer Toleranz von -20 bis +15 Prozent liefern die Schweißgeräte auch bei starken Schwankungen der Netzspannung die maximale Leistung. Dabei sind sie gegen Überspannungen bis 400 Volt geschützt – ein Vorteil, etwa wenn das Gerät fälschlicherweise mit einem Starkstromanschluss verbunden wird. Auch lange Netzzuleitungen mit 100 Metern und mehr lassen sich realisieren. Der Anwender verfügt damit über einen größeren Aktionsradius und mehr Flexibilität beim Schweißen.

Durch die Kombination der digitalen Resonanten-Intelligenz und der PFC-Technik arbeitet die Transpocket energieeffizient. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Leistungsaufnahme der 150 um 20 Prozent niedriger. Die Leistungsaufnahme der Transpocket 180 liegt 30 Prozent unter der von Wettbewerbsgeräten, so der Hersteller. Anwender profitieren von einem geringeren Stromverbrauch und können ihre Energiekosten nachhaltig senken.

Auch das Design hat Fronius optimiert: Um auch unter rauen Bedingungen zuverlässig zu funktionieren, verfügt die Stromquelle über ein stabiles und robustes Kunststoffgehäuse. Dank der Schutzklasse IP 23 ist die empfindliche Elektronik sicher gegen Staub und Feuchtigkeit abgeschirmt. Eine Kühlung vermeidet durch eine spezielle Lamellenanordnung vorne am Gehäuse Verschmutzungen im Gerät. Der Luftstrom wird nur dorthin geleitet, wo gekühlt werden soll.

Intuitive Bedienung

Für eine intuitive Bedienung sorgt das User-Interface mit Sieben-Segment-Anzeige. Das schräg angebrachte Display lässt sich bei allen Lichtverhältnissen gut ablesen. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und bietet mehrere Einstellungsmöglichkeiten: vom Justieren der Schweißparameter über die Auswahl von Sonderfunktionen bis zum Ablesen der Betriebsstunden.

Fronius bietet die Transpocket 180 auch als Multivoltage-Variante an. Damit lässt sich das einphasige Gerät flexibel mit Netzspannungen zwischen 96 und 265 Volt betreiben. Mit einem Gewicht von 6,3 Kilogramm (Transpocket 150) und 8,7 Kilogramm (Transpocket 180) lassen sich die Schweißstromquellen mühelos transportieren.

Maßgeschneiderter Service

Um Anwender individuell zu unterstützen, bietet Fronius ein breites Dienstleistungsspektrum rund um die neuen Modelle an. Kunden können das Schweißsystem auf Wunsch mieten. So bleiben sie flexibel und sparen Kosten. Mit dem Systemkoffer der Transpocket liefert Fronius ein Gesamtsystem, bestehend aus Schweißgerät, Schweißplatzausrüstung und TIG-Brenner. Bei Bedarf übernimmt der Spezialist Aufgaben wie die Kalibierung, Wartung oder sicherheitstechnische Überprüfung der Geräte.