In diesen unteren Rohrbereichen erwartet der Kunde häufig extrem kurze Zykluszeiten und die Rohrgeometrien sind hier oft so extrem, daß auf Radienwechsler sowie Biegerichtung rechts und links Wert gelegt wird.

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Speziell in diesem Marktsegment bietet Transfluid eine zwölfachsengesteuerte, servoelektrisch angetriebene Maschine an, die rechts und links biegt. Auf jeder Biegeseite können drei verschiedene Radien eingesetzt werden. Darüber hinaus verfügt diese Maschine über ein völlig neuartiges Konzept, durch das extrem kurze Bearbeitungszeiten realisiert werden können.

Zwei Biegeköpfe stehen sich vertikal gegenüber und können über extrem kurze Verfahrwege sehr schnell wechselnd eingreifen. Die Wechselzeit von einer Biegerichtung zur anderen liegt bei etwa zwei Sekunden. Ein Rohr mit sechs Biegungen kann auf dieser Maschine zum Beispiel in acht Sekunden bearbeitet werden.

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An diesen Bearbeitungszeiten kann man sehen, daß hier ein wesentlicher Vorteil der Servoelektrik liegt. Da bei kleineren Maschinen beim Wechsel der Radien oder Biegerichtung relativ kleine Massen bewegt werden, können extrem hohe Verfahrgeschwindigkeiten realisiert werden.

Auch die mechanischen Voraussetzungen sind wegen der relativ geringen Massen günstig, so können Führungssysteme optimal ausgelegt werden. Bei diesen Maschinen kann darüber hinaus völlig auf Hydraulikkomponenten verzichtet werden, da sowohl beim Spannen als auch beim Dornauszieher andere Antriebssystem genutzt werden können.

Es ist bei kleinen Rohren normalerweise eine höhere Positioniergenauigkeit gefordert, die Transfluid in diesen Anlagen mit 0,05 mm und 0,05° erreicht. Biegeradien und Biegewinkel sind identisch mit denen der hydraulischen Maschinen, das heißt, die Maschinen können bis 190° biegen und Biegeradien zwischen 1xD und 3xD realisieren.

In größeren Maschinen müßte für vollelektrische Antriebe ein unverhältnismäßig großer Aufwand betrieben werden. Hierdurch würde kein günstiger Kosten-Nutzen-Effekt für den Kunden erzielt. Dort wo große Kräfte erforderlich sind, zum Beispiel beim Spannen des Rohres, muß diese Kraft entweder über kombinierte Systeme (mechanisch, servoelektrisch) erzeugt werden oder es ist ein gewisser Anteil an hydraulischen Komponenten erforderlich.

Transfluid ist heute in der Lage, absolut dichte Hydrauliksysteme anzubieten, die in solchen Maschinen eingesetzt werden. Das Umrüsten von rechter auf linke Biegerichtung ist auch auf diesen Maschinen recht unproblematisch.

Stauch- und Trennmaschine für gebogene Rohre

Eine völlig neuartige kombinierte Stauch- und Trennmaschine konnte jetzt von Transfluid an einen namhaften Automobilzulieferer ausgeliefert werden. Die Maschine ist in der Lage, über Formspannstücke bereits gebogene Rohre aufzunehmen. Drei axiale Umformungen erfolgen nicht in der Hauptspannbacke, sondern in vorgeschalteten Zwischenklemmbacken. Nach den Umformvorgängen wird der Rohrüberstand und der Schrägzug durch eine im Rotationsverfahren arbeitende Einheit abgetrennt.

Der Trennvorgang erfolgt spanlos von innen nach außen über ein Messer. Die Trennung geschieht unmittelbar vor der Zwischenklemmbacke. So entsteht innen kein und außen nur ein kleiner Grat. Dies ist ideal für innenliegende Funktionsflächen. Eine nachgeschaltete vierte Stufe kalibriert und glättet den Dichtbereich der Umformfläche. Die Maschine arbeitet im Spann- und Umformbereich elektrohydraulisch. Dadurch ist eine maßgenaue Ausformung der Kontur gewährleistet. Alle Positionsachsen verfahren servoelektrisch, um kurze Taktzeiten zu erreichen.

Der Leistungsbereich der Maschine liegt zwischen 25 und 60 mm Rohraußendurchmesser. Es lassen sich Stahl-, Kupfer-, Messing-, Alu- und besonders dünnwandige Edelstahlrohre bearbeiten. Der große Vorteil dieser Maschine liegt in der Herstellung von komplizierten Umformungen und der Abtrennung von kurzen, gebogenen Rohrenden in einer Aufspannung. Aufgrund der modularen Bauweise können weitere Bearbeitungsverfahren (Sickenrollen und Taumeln) berücksichtigt werden.