Keramik-Zentrierstifte für die Schweißtechnik

Dass die Konstrukteure und Anwender von Blechbearbeitungs- und Schweißanlagen gern metallische Werkstoffe für ihre Maschinen verwenden, liegt auf der Hand. Wenn es um die Fixierung der Bleche und Baugruppen in automatisierten Schweißstraßen geht, bietet aber der Verzicht auf (Hart-)Metall klare Vorteile.

21. August 2017
Zum Doceram-Programm gehören Komplettelektroden für automatisierte Schweißstraßen. (Bild: Doceram)
Bild 1: Keramik-Zentrierstifte für die Schweißtechnik (Zum Doceram-Programm gehören Komplettelektroden für automatisierte Schweißstraßen. (Bild: Doceram))

Zentrierstifte aus Keramik bieten in dieser Anwendung eine 40-mal längere Standzeit. Doceram wird deshalb auf der Schweißen & Schneiden unter anderem das Programm an Zentrierstiften aus der blauen Hochleistungskeramik Cerazur vorstellen.

Die verlängerte Standzeit der Keramik-Zentrierstifte wird erstens durch die hohe Härte und Schlagzähigkeit der speziellen Hochleistungskeramik erzielt. Bei den hohen Taktraten der automatisierten Produktion beispielsweise von Automobilkarossen kommt es selbst bei Hartmetall-Zentrierhilfen schnell zu Verformungen. Komponenten aus Cerazur, einem Yttrium-stabilisierten Zirkoniumoxid, bleiben hingegen bei extremer mechanischer Beanspruchung formstabil.

Hohe Positioniergenauigkeit

Zudem bietet die Keramik den Vorteil, dass keine Schweißspritzer an ihr haften bleiben. Das verhindert Produktionsunterbrechungen aufgrund fehlerhafter Fixierung, die aus dem Materialaufbau resultiert. Das heißt: Wenn in der Fertigungslinie Cerazur-Zentrierstifte eingesetzt werden, bleibt die Positioniergenauigkeit über lange Zeiträume gewährleistet.

Auf diese Weise werden exakt reproduzierbare Schweißergebnisse erreicht, und der Anwender kann von hoher Verfügbarkeit bei wenig Stillstandszeiten profitieren. Das ist gerade in der automatisierten hochgetakteten Produktion, zum Beispiel im KFZ-Karosseriewerk ein Vorteil, gegenüber dem die Mehrkosten der Hochleistungskeramik in den Hintergrund treten. Und das gilt nicht nur für Schweißstraßen, sondern auch für andere Verbindungstechniken wie Bördeln und Clinchen.

Plug-and-Play-Lösung

Deswegen setzen Automobilbauer inzwischen die Cerazur-Zentrierstifte ein und profitieren von deren Vorteilen. Sie verwenden entweder die Stifte, die Doceram in zahlreichen Baugrößen und -formen anbietet. Oder sie nutzen die kompletten Schweißelektroden, bestehend aus einer Basiselektrode, einer aufgeschraubten Wechselelektrode und einem Zentrierstift aus Keramik.

Auch diese Komplettelektroden, die aufgrund ihrer modularen Bauweise an nahezu jede Anlage angepasst werden können und sich im Plug-and-play-Prinzip schnell montieren lassen, zeigt Doceram auf der Schweißen & Schneiden.