Kennzahlen-Cockpit für die Smart Factory

Copa-Data zeigt am Microsoft-Stand auf der Hannover Messe skalierbare Softwarelösungen mit Zenon zur vertikalen Datenintegration für die Smart Factory. Es kann sowohl bestehende als auch neue Sensorik nahtlos in eine Gesamtlösung integriert werden. Auch vorhandenes Produktionsequipment wird so für das industrielle Internet of Things und für standortübergreifende Analysen in der Cloud verfügbar gemacht.

15. April 2016

Individualisierte Produkte und flexible Absatzmärkte bei gleichzeitig komplexen Produktionsprozessen kennzeichnen die industrielle Fertigung. Die Lösungen von Copa-Data ermöglichen es, die Feldebene über HMI/Scada bis in die Cloud bidirektional zu vernetzen. Mit der Integration von Zenon in die Cloud-Plattform Microsoft Azure kann ein Unternehmen auf sämtliche Daten der Produktionsstätten in einem System in Echtzeit zugreifen.

Einzelne Produktionslinien oder Werke können besser miteinander verglichen werden. So entsteht auch in bestehenden Anlagen eine smarte Infrastruktur, die zuverlässig, robust und uneingeschränkt skalierbar bleibt. Auf Basis der hohen Konnektivität von Zenon können produzierende Unternehmen Anwendungen realisieren und neue Geschäftsmodelle vorantreiben. Die Anwendungen reichen von unternehmensweiten Dashboards und Benchmarking bis zu Predictive Analytics von Maschinendaten.

Standortübergreifendes Benchmarking

Die Integration der von Zenon gesammelten Produktionsdaten einer oder mehrerer Fertigungsstandorte in eine cloudbasierende Zenon-Anwendung befähigt Produktionsverantwortliche, unternehmensweite Schlussfolgerungen zu ziehen. Unterschiedliche Standorte können global verglichen werden. Zudem kann die erhöhte Transparenz bezüglich der tatsächlichen Verbräuche zu einem verbesserten Qualitätsmanagement beitragen.

Die Optimierung der flexibleren Produktionsprozesse fordert unterschiedliche Datenauswertungen. Die gesammelten Sensor- und Produktionsdaten können von Zenon auf Microsoft Azure für aussagekräftige Analysen genutzt werden. Zenon bedient sich dabei Technikkomponenten wie der Azure-Remote-App, dem Azure-Event-Hub, IoT-Hub sowie der IoT-Suite oder dem Microsoft-SQL-Server 2016.

Zenon lässt sich in bestehende, heterogene Produktionsumgebungen integrieren und kann bestehende Automatisierungskomponenten und neue Sensorik in ein industrielles IoT-Szenario einbinden. „Industrielles IoT ist der Haupttreiber von Industrie 4.0 und Smart Factories. Copa-Data hat – durch die Nutzung der Cloud-Plattform – Zenon als Lösung im Bereich der industriellen Automation für produzierende Unternehmen im Portfolio“, so Jürgen Mayrbäurl, Business Manager bei Microsoft Österreich.

Die Zenon-Cloud-Lösung integriert verschiedene Systeme, fungiert als Kennzahlen-Cockpit und macht Daten sowohl in Echtzeit als auch für historische Analysen zugänglich. Auswertungen von Daten einzelner Produktionsstätten bleiben ebenfalls möglich. Zusätzliche Big-Data-Tools ergänzen die Szenarien und können für weitere Analysen herangezogen werden.

Neue Cloud-Rahmenbedingungen

Für Unternehmen, die der Cloud bisher noch kritisch gegenüberstanden, hat Microsoft die Weichen neu gestellt. Mithilfe der Microsoft-Cloud mit nationaler Datentreuhand können sämtliche Kundendaten in nationalen Rechenzentren und innerhalb der geltenden, lokalen Rechtsordnung vorgehalten werden. Nur der Kunde hat, gemeinsam mit dem Datentreuhänder, Zugriff auf seine Daten. Microsoft kann die Daten nur nach Zustimmung und unter Aufsicht des Datentreuhänders oder des Kunden abrufen.

Das lokale Cloud-Angebot deckt die nationalen Anforderungen an Informationssicherheit, Compliance, Server-Standort und Vertrauenswürdigkeit des Anbieters. Für viele mittelständische und große Unternehmen rücken die Lösungen mit Zenon in Verbindung mit Cloud-Computing auch rechtlich in die Phase der Umsetzbarkeit. In Deutschland wird die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Systems als Datentreuhänder für die Cloud fungieren.

Energiedaten-Management mit Zenon

Das Energiedaten-Management-System (EDMS) bringt alle nötigen Anforderungen an ein umfassendes Energiemanagement mit: Mit der Lösung können Unternehmen alle betrieblichen Energie- und Verbrauchsdaten messen, erfassen, sammeln, analysieren und weiterverarbeiten.

Zenon unterstützt zudem bei der vielfältigen Darstellung der Daten – von Energieleistungskennzahlen, Energieauswertungen, Trendkurven und Events bis zu grafischen Reports. Die Software bietet Archivierungstechnik sowie offene Schnittstellen zur Weiterverteilung der Informationen.

Außerdem erfüllt Zenon-EDMS wichtige Kriterien des internationalen Energiestandards ISO 50001 und begünstigt eine Zertifizierung bei Endanwendern. Wird Zenon als EDMS in Verbindung mit Microsoft Azure genutzt, lässt sich auch ein unternehmensweites Energiedaten-Management über mehrere Standorte hinweg realisieren.

Darüber hinaus können sich Unternehmen auf der Hannover Messe bei Copa-Data über das Thema Predictive Analytics informieren. Mit Hilfe von Predictive Analytics können Unternehmen komplexe, produktionstechnische Zusammenhänge prognostizieren und die Erkenntnisse als Basis für fundierte Entscheidungen verwenden. In produzierenden Unternehmen kann Predictive Analytics beispielsweise in den Bereichen Wartung sowie Produktions- und Verbrauchsanalysen eingesetzt werden.

Ziel im Bereich der Wartung ist es, die Anzahl der Maschinenausfälle zu minimieren und eine maximale Verfügbarkeit der Anlagen zu erreichen. Die Lösungen von Copa-Data erfassen die erforderlichen Daten, halten diese vor und interpretieren sie anhand von Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens. Daraus lassen sich Muster identifizieren und gelerntes Wissen an die Produktionsverantwortlichen zurückgeben.