Keine Chance den Bakterien

Denso Robotics präsentiert den 6-Achs-Roboter VS H2O2/UV auf Motek 2014. Runde Ecken, der Verzicht auf externe sichtbare Schrauben und eine abwaschbare Aluminium-Oberfläche schützen vor Kontamination und Schmutz.

16. September 2014
Bild 1: Keine Chance den Bakterien
Bild 1: Keine Chance den Bakterien

Der Auftritt von Denso Robotics, Hersteller von Kompaktrobotern, auf der Motek 2014 steht ganz im Zeichen des neuen Roboters VS H2O2/UV. Dieser verfügt über eine spezielle H2O2- und UV-resistente Oberfläche, eine vollständige interne Kabelverlegung bis zum Roboterflansch sowie ein innovatives Design mit runden Ecken, so dass sich keine Rückstände festsetzen können. Er eignet sich damit besonders für die Medizintechnik sowie die Pharma-, Elektro- und Lebensmittelindustrie, in denen strenge Vorgaben und Richtwerte bezüglich Hygiene und Sterilität gelten.

Den Roboter präsentiert Denso Robotics vom 6. bis 9. Oktober auf der Motek gemeinsam mit dem Eyfeeder einer Zuführanlage bestehend aus einem Kamerasystem sowie einem Denso Roboter, der über den RC8 Controller gesteuert wird. Diese Applikation illustriert das perfekte Zusammenspiel von Controller, Roboter und Peripherie-Geräten und zeigt, wie einfach und flexibel sich Denso-Roboter in Produktionsprozesse integrieren lassen.

„Mit dem VS H2O2/UV haben wir jetzt einen Roboter im Portfolio, den unsere Kunden für Aufgaben wie sortieren, portionieren, verarbeiten und packen perfekt einsetzen können“, erklärt Jürgen Küch, Senior Manager Europe bei Denso Robotics. „Die Zahl der Vorbestellungen zeigt, dass die Kunden uns gerade in den sensiblen Bereichen wie Pharma, Medizin und Lebensmittel großes Vertrauen entgegenbringen und auf einen solchen Roboter von uns regelrecht gewartet haben.“

Reinraum-Umgebungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur geringe Mengen an Staub, Schwebstoffen und chemischen Dämpfen enthalten. Besonders für die Produktionsanlagen der Pharmaindustrie, Medizintechnik sowie Elektro- und Lebensmittelindustrie gelten strenge Vorgaben und Richtwerte bezüglich Hygiene und Sterilität. Unternehmen verwenden aus diesem Grund in der Regel Wasserstoffperoxid H2O2 und ultraviolettes Licht, um Keime abzutöten. „Nicht jeder Roboter ist für diese anspruchsvolle Arbeitsumgebung geeignet“, so Jürgen Küch.

Für sterile Umgebungen

Der Roboter verfügt über eine glänzende Oberfläche aus Aluminium, die leicht zu reinigen ist, und es einfacher macht, Schmutzpartikel zu erkennen. Auch die runde Form bietet wenig Angriffsfläche für Bakterien und vereinfacht die Reinigung. Der Verzicht auf externe sichtbare Schrauben hat den Vorteil, dass sich Bakterien und Schmutz nur schwer festsetzen können. Für Denso typisch ist die interne Verkabelung.

Beim Anschluss eines Greifers oder anderer Geräte sind alle Verkabelungen intern, was die Beschädigung der Kabel durch starke Reinigungsmittel verhindert. Der Anschluss am Boden versiegelt alle Kabel, um der Bakterienbildung vorzubeugen. Besondere Merkmale des Roboters sind außerdem eine optionale externe Batterieeinheit für die Motorencoders der Roboterachsen, die sich außerhalb der Reinraum-Umgebung befindet und so ebenfalls der Kontamination entgegenwirkt, sowie eine optionale externe Bremslöseinheit für die Roboterachsen.

Eyefeeder reguliert Materialzufuhr

Die Zuführanlage Eyefeeder bildet einen weiteren Messeschwerpunkt am Stand von Denso Robotics. Bei diesem Verfahren werden die Materialien über einen Schüttgutförderer zugeführt. Sobald die Produkte auf dem Band des Eyefeeder abgelegt sind, gelangen sie in den Erfassungsbereich des Kamerasystems.

Dieses entscheidet, was die nächsten Schritte sind: Bei gut positionierten und abholbereiten Produkten meldet es die Koordinaten an den Roboter-Controller, damit der Roboter die Produkte aufnimmt. Sind genügend, jedoch schlecht positionierte Produkte vorhanden, so meldet das Kamerasystem, dass die Produkte geschüttelt oder umgedreht werden müssen, damit der Roboter sie aufnehmen kann. Sind nicht mehr genügend Produkte vorhanden, so meldet das Kamerasystem, dass neue Produkte in den Erfassungsbereich des Kamerasystems verschoben werden müssen. Die Motoren der Anlage werden dabei direkt vom RC8 angetrieben, so dass keine weitere Bedienkonsole notwendig ist.

„Der Eyefeeder lässt sich mit verschiedenen vier- und sechs-Achsenroboter von Denso kombinieren abhängig davon, ob Pick & Place- oder Montagetätigkeiten notwendig sind. Das unterstreicht die Flexibilität unserer Produkte“, so Jürgen Küch. Die Fördergeschwindigkeit und Schüttelintensität regelt der RC8 Controller, der mit dem Eyefeeder über eine Ethernet-Verbindung an das ORiN-Netzwerk angeschlossen ist. Insgesamt kann der Eyefeeder in dieser Konstellation Teile mit einer Größe von 250 Millimetern und einem maximalen Gewicht von 300 Gramm bewegen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.densorobotics-europe.com.