„Kartenspieler“

Schweißen und Löten- ist kinderleicht? Nicht wirklich, doch die Speicherkarte von Migatronic bringt mehr Parametersicherheit. Man braucht nur zu wissen, was man schweißen will.

04. Juli 2005

Daß Migatronic etwa ihre MIG/MAG Puls-Schweiß- und MIG-Löt-Anlage Flex 3000 C mit eben dem Attribut „intelligent“ ausstattet, liegt sicher auch am durchdachten Konzept ihrer Entwickler. „Auf der Miga Card, einer Speicherkarte im EC-Kartenformat, sind alle notwendigen Schweißparameter gespeichert“, erläutert Migatronic-Geschäftsführer Deutschland, Lothar Dähn. Die Migatronic-Schweißgeräte werden sozusagen mit Wissen gefüttert, daß dem Schweißer eine Menge Einstellarbeiten am Schweißgerät erspart. „Eigentlich braucht der Schweißer nur noch zu wissen, was er da schweißt, wie dick das Material ist, und schon kann er mit der im Lieferumfang enthaltenen ›MigaCard‹ rasch die passenden Parameter finden. Natürlich können auch selbst ermittelte Einstellungen gespeichert werden. Hierfür gibt es auf Wunsch eine sogenannte ›offene‹ MigaCard. Es gehört zu unserem Serviceangebot mit unserem ›MigaEditor‹ anwenderspezifische Programme aus der umfangreichen hauseigenen Datenbank oder eigene Kundenprogramme auf diese individuelle Karte aufzuspielen. Diese kann dem Anwender dann auf dem normalen Postweg zugeschickt werden. Komplette Maschinen-Updates und spezielle Parametereinstellungen können aber auch via Internet mit Hilfe des Miga Editors übertragen werden“, beschreibt Lothar Dähn den Umgang mit der »Gedächtnis- Karte«. So genügt ein Tastendruck, um das gewünschte Schweißprogramm abzurufen. Sofort erscheinen die wichtigen Einstellungen auf dem grünen Display. Der Schweißer kann mit einem Blick den Schweißvorgang überwachen und steuern, um sich auf das Wichtigste, die Schweißnaht, zu konzentrieren. „Daß wir mit einem grünen Display arbeiten, hat durchaus praktische Gründe. Im Gegensatz zu roten LEDs ist unser Display auch durch elektrooptische Schweißerschutzhelme hindurch ablesbar“, erläutert Lothar Dähn das System.

„Zarte“ Wärmeentfalgung

Seit 1970 gibt’s den dänischen Schweißmaschinenbauer Migatronic und seit 1979 die deutsche Niederlassung in ettenberg. Die Dänen haben seitdem zehn weitere Niederlassungen in Europa etabliert nd exportieren in über 40 Länder der Welt. Neben den Schweiß- und Lötgeräten, Schweißstromquellen und Schweißzubehör zählt das Unternehmen die Entwicklung und Erstellung von Ausrüstungen zur Automatisierung von Schweißabläufen zu seinen Stärken. Speziell für die Karosserieinstandsetzung hat Migatronic nun die volldigitale MIG/MAG Puls-Schweißanlage Flex 3000C C.A.R. entwickelt. Mit ihr können verschiedenste Metalle und Legierungen, wie hochfeste, verzinkte Stähle und Aluminium erschweißt werden. „Sie meistert alle MIG/MAG Puls- und MIG-Löt-Aufgaben und ermöglicht Top- Schweißergebnisse bei Dünnblechen schon ab 0,6 mm.“ Die gängigen Schweißabläufe sind bereits vorprogrammiert. Die Flex 3000C hat einen Schweißstrombereich bis 300 Ampere und verfügt schon in der vierten Generation über eine stromsparende Stand-by-Funktion. Eine Spezialität der neuen Flex 3000C ist das Quattro- Pulse«-Programm. Die digitale Regelung verschiedener Pulsströme ermöglicht eine Qualitätsverbindung von zum Beispiel galvanisch beschichteten Dünnblechen mit minimaler Wärmeeinbringung, um die mechanischen und korrosionsschützenden Eigenschaften des Materials zu erhalten.

Erik Schäfer

Erschienen in Ausgabe: 05/2005