Kampagne zur Männergesundheit prämiert

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp ist jetzt beim Wettbewerb „Deutscher Unternehmenspreis Gesundheit 2017“ geehrt worden. Die Auszeichnung wird vom BKK-Dachverband, der Interessenvertretung der betrieblichen Krankenkassen in Deutschland, vergeben. Thyssenkrupp erhielt den Sonderpreis „BGF-Innovativ“ für die Umsetzung des Projekts Männergesundheit.

24. Juli 2017
Von wegen richtige Männer ernähren sich nicht gesund: Mit der Kampagne Männergesundheit erreicht der Stahlbereich von Thyssenkrupp auch die größten Vorsorgemuffel. Dafür erhielt der Stahlproduzent jetzt den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit 2017. (Bild: Thyssenkrupp)
Bild 1: Kampagne zur Männergesundheit prämiert (Von wegen richtige Männer ernähren sich nicht gesund: Mit der Kampagne Männergesundheit erreicht der Stahlbereich von Thyssenkrupp auch die größten Vorsorgemuffel. Dafür erhielt der Stahlproduzent jetzt den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit 2017. (Bild: Thyssenkrupp))

„Mit der Kampagne wollten wir eine Zielgruppe ansprechen, die sich mit Gesundheit wenig auseinandersetzt. Damit haben wir viele Mitarbeiter überzeugt, die vorher noch nie von unserem Maßnahmen-Angebot profitiert haben“, erläutert Thomas Schlenz, Personalvorstand bei Thyssenkrupp Steel Europe. „Der Preis bestätigt uns auf unserem Weg, immer wieder neue Ansätze im betrieblichen Gesundheitsmanagement einzuschlagen und damit unsere Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern“, so Schlenz.

Jury lobt vorbildliche Auseinandersetzung

Den „Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit“ vergibt der BKK-Dachverband an Unternehmen und Organisationen mit einem vorbildlichen Gesundheitsmanagement, die ihre Aktivitäten nicht nur auf die individuellen Verhaltensweisen ausrichten, sondern auch Maßnahmen zur Optimierung der betrieblichen Rahmenbedingungen umsetzen. Zudem soll das betriebliche Gesundheitsmanagement ein Bestandteil der Unternehmensstrategie sein.

Ein gutes Beispiel dafür war für die Jury die Kampagne Männergesundheit in der Stahlsparte von Thyssenkrupp. „Es ist schon eine Herausforderung gesundheitsbezogene Maßnahmen in einen Produktionsbetrieb, der 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr läuft, umzusetzen. Uns hat auch die geschlechtersensible Ausrichtung der Aktivitäten überzeugt“, hieß es anlässlich der Preisverleihung in Berlin. „Eine solche Auseinandersetzung ist bisher einmalig.“

Spezielle Angebote für Vorsorgemuffel

Im Rahmen dieser Initiative wurden vom betrieblichen Gesundheitsmanagement von Thyssenkrupp speziell zugeschnittene Angebote aufgelegt, mit denen Männer direkt angesprochen wird. Darunter sind Workshops zu Ernährung, Bewegung und Entspannung, Kochkurse, Aktionswochen in den Betriebskantinen sowie Vorträge zu den Themen Vorsorge und Gesundheit. Auch ein Männer-Kochbuch wurde herausgegeben.

Die Aktionen sind in den Betriebs-Alltag eingebunden und werden zu drei Zeitpunkten am Tag angeboten, damit alle Männer die Untersuchungen während ihrer Schichten wahrnehmen können. Das Unternehmen bietet auch Prostata-, Genital-, Zahn- und Fußvorsorgeuntersuchungen an, obwohl diese dem Leistungsangebot der Krankenkassen entsprechen.

Damit reagiert das Unternehmen auf die Tatsache, dass Männer als Versorgungsmuffel gelten, obwohl sie etwa fünf Jahre kürzer leben als Frauen. Diese Tatsache ist nicht etwa genetisch bedingt, sondern liegt daran, dass Männer in der Regel weniger auf ihre Gesundheit achten als Frauen. Sie ernähren sich oft zu fett, bewegen sich zu wenig und konsumieren mehr Alkohol und Zigaretten. Nur ein Viertel nutzt die Vorsorgeangebote der gesetzlichen Krankenkassen.

 

Selber ran...

Mit den drei zentralen Bausteinen „Wissen ist Macht“ (Impulsvorträgen), „Zeit zu zweit…“ (Ärztliche Sprechstunden) und „Selber ran…“ (Kurse, Workshops, Fitnesstraining) will Thyssenkrupp speziell Männer ansprechen, damit sie mehr für ihre Gesundheit tun. Studien belegen, dass sich durch gezielte Intervention von außen das Gesundheitsverhalten von Männern positiv verändert. Denn den meisten ist klar, dass Bewegung und gesunde Ernährung wichtig sind, um fit zu bleiben.