Kalkuliert spannen

Exakt und schnell mit dem 3D-Konzept

Mit einem Universal-3D-Arbeits- und -Schweißtisch im Baukastenprinzip sollen konventionelle Vorrichtungen der Vergangenheit angehören. Zumindest sieht das ein Hersteller mit 3D-Konzept so. Und die Argumente, die er aufführt, zeigen, daß es sich lohnen kann längerfristig zu planen, wenn man auf die verschiedensten Vorrichtungen angewiesen ist.

20. Juni 2002

Mit dem Universal-3D-Arbeits- und Schweißtisch der Demmeler Maschinenbau GmbH, Heimertingen, gibt es eine Ebene, die sowohl im horizontalen als auch im vertikalen Bereich jeder Anforderung gewachsen ist. Exakt, schnell können mit diesem Baukastensystem Bauteile, wie Maschinengehäuse, Gestelle, Rahmen, Traversen, Konsolen, Geländer, Treppen, Tore, Schaltschränke, Blechverkleidungen et cetera aufgebaut werden.

Eine Frage der Wirtschaftlichkeit

Konventionelle Vorrichtungen sind aufwendig und kostenintensiv, denn neben der arbeitsintensiven Einzelfertigung kommt oft auch eine teure Lagerhaltung hinzu. Da alle Teile des Demmeler-3D-Systemes ohne Änderung sofort auch für jede andere Aufgabe verwendet werden können entfallen diese kostentreibenden Faktoren. Die Bohrungen des 3D-Arbeits- und -Schweißtisches sind gleichzeitig auch Spannlöcher für die neuentwickelte Positionsschraubzwinge. Mit ihr und den verschiebbaren Positions- und Lagewinkeln kann jedes Werkstück sekundenschnell in jede Richtung gebracht und gespannt werden. Dieses System zeichnet sich auch durch seine einfache Handhabung und die farblich markierten Werkzeuge im Interesse der Sicherheit aus.

Flexibel und genau

Der stabile, hochbelastbare 3D Arbeits- und Schweißtisch ist an allen fünf Seiten mit einem quadratischen Bohrbild (ohne Gewinde und Spann-Nuten) hergestellt. Somit können alle Werkstücke durch die entsprechenden Anschlag- und Spannteile des Systems mit dem patentierten Positionier- und Spannbolzen (PS-Bolzen) über den gesamten 3D-Arbeits- und -Schweißtisch stufenlos positioniert und gespannt werden. Es können auch mehrere 3D-Tische direkt oder durch Distanzstücke an allen fünf Seiten verbunden werden. Dieses modulare System erfüllt eine Mehrfachfunktion: auflegen, anschlagen und spannen. Zudem ermöglicht dieses System bei jedem Werkstück ein schnelles, genaues und geometrisches Einstellen und Fixieren der Sollmaße, wie etwa Anschläge, Anlagepunkte, An- und Auflageflächen et cetera. Da die einzelnen Schweißteile während des Heft-und Schweißvorganges an den entsprechenden Flächen oder Punkten gespannt sind, ist eine Lageveränderung äußerst gering. Ungenauigkeiten und Fehler bei Material und Zuschnitt werden frühzeitig erkannt und können ausgeschaltet werden. Mittels CAD können sehr komfortabel reproduzierbare, virtuelle Spannvorrichtungen schon in der Arbeitsvorbereitung aufgebaut werden. Zur Pflege des 3D-Schweißtisches genügt pro Tag ein einmaliges leichtes Einsprühen mit einem Trennmittel oder -spray. Damit ist er unempfindlich gegen Schmutz, Schweißperlen, Zunder und Strahlsand. Das Anschweißen und anschließende Wegtrennen von Anschlägen oder Hilfskonstruktionen entfällt.

Erschienen in Ausgabe: 02/2002