Italienische Hersteller im Aufwind

Globo/Italien

Das Jahresergebnis 2016 für die italienischen Werkzeugmaschinen-, Roboter- und Automatisierungsindustrie war positiv: Es zeigte Zuwächse bei allen wichtigen wirtschaftlichen Faktoren, mit Ausnahme der Exportzahlen.

29. August 2017
Bildquelle: Rolleri
Bild 1: Italienische Hersteller im Aufwind (Bildquelle: Rolleri)

Helle Freude beim italienischen Verband Ucimu und seinen Mitgliedern! Insbesondere nahm, so Massimo Carboniero, Präsident der Ucimu, 2016 die Produktion um 6,4 Prozent zu und kletterte auf 5.552 Mio. Euro. Das Ergebnis kam vor allem durch den positiven Trend bei den Auslieferungen in den heimischen Markt zustande, die um 25,7 Prozent auf 2.300 Mio. Euro anstiegen. Besonders stark entwickelte sich der Verbrauch, der einen zweistelligen Anstieg im dritten Jahr in Folge verzeichnen konnte und auf einen Wert von 3.859 Mio. Euro anstieg. Das bedeutet 15,3 Prozent mehr als im Jahr 2015. Im Jahre 2016 waren die wichtigsten Märkte Deutschland (377 Mio. Euro, + 1 Prozent), die Vereinigten Staaten, China, Frankreich, Polen Spanien, Mexiko und die Türkei.

Der positive Trend der italienischen Industrie in diesem Sektor wird sich laut Massimo Carboniero im Jahre 2017 bestätigen, wie eine Prognose zeigt. Insbesondere werde die Produktion um 6,7 Prozent auf 5.925 Mio. Euro ansteigen, der Verbrauch um 10, 1 Prozent auf 4.250 Mio. Euro liegen und somit gegenüber dem Ergebnis von 2016 zunehmen – das belebe sowohl die Lieferungen in den heimischen Markt, die voraussichtlich um 12 Prozent auf 2.575 Mio. Euro wachsen werde, als auch die Exporte, bei denen ein Anstieg um 7,5 Prozent erwartet wird. Die Exporte erlebten einen Aufschwung und würden einen Wert von 3.350 Mio. Euro erreichen.

In den Zeiten des allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs der weltweiten Industrie, so Massimo Carboniero weiter, habe Italien bewiesen, dass es Mittel und die Kraft habe, wieder zu erstarken – betrachtet man das, was in den vergangenen zwei Jahren erreicht wurde. Diesem Trend sei es zu verdanken, dass das Gesamtergebnis dieses Wirtschaftssektors die Acht-Milliarden-Euro-Grenze überschritten hat. Die Prognosen für 2017 besagen, dass es das Land sogar noch besser machen kann: Alle wichtigen Wirtschaftsindikatoren deuten auf Wachstum hin – das erkannte man bereits im ersten Quartal. Aber was am wichtigsten ist: Der Verbrauch wird weiter zunehmen.

Die Maßnahmen des nationalen Plans ›Industrie 4.0‹, die die italienische Regierung durchführt, hätten bereits ihre ersten Wirkungen gezeigt: Nachdem er im ersten Quartal 2017 bei 22,2 Prozent lag, kletterte der Auftragsindex der italienischen Hersteller auf dem heimischen Markt auf die Rekordhöhe von 28,5 Prozent im zweiten Quartal – ein Beweis für die Tendenz, neue Maschinen anzuschaffen und neue Technologien einzusetzen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Massimo Carboniero abschließend: »Das Beste, was der italienische Werkzeugmaschinenbau im Zusammenhang mit Industrie 4.0 zu bieten hat, wird auf der Emo in Hannover zu sehen sein. Wir warten auf alle Anwender! « Auf der Blechexpo in Stuttgart auch, wäre zu ergänzen.

Erschienen in Ausgabe: 05/2017