''Italien spürt den Aufschwung''

Globo

Mit Bearbeitung und Vertrieb von Flachstahlprodukten kommt die Gruppo Gabrielli über ein weit gespanntes Netz von Service-Centern und lagerhaltenden Distributionsbetrieben auf jährlich etwa 1,2 Millionen Tonnen.

08. Juni 2011
»Preisbildung auf Grund von Spekulation könnte zu weiterhin hoher Volatilität führen.« Dr. Andrea Gabrielli, CEO von Gruppo Gabrielli
Bild 1: ''Italien spürt den Aufschwung'' (»Preisbildung auf Grund von Spekulation könnte zu weiterhin hoher Volatilität führen.« Dr. Andrea Gabrielli, CEO von Gruppo Gabrielli)

Gruppo Gabrielli ist auch im Handel mit Langprodukten und in der Anarbeitung von Trägern, im Kaltwalzen von Bändern und in der Produktion von Präzisionsrohren aktiv. Die Stärke sieht der CEO Dr. Andrea Gabrielli in der ausgeprägten Spezialisierung, die von den einzelnen Betrieben im Laufe der Jahre entwickelt wurde.

Dr. Gabrielli sagte zur aktuellen Situation auf dem italienischen Stahlmarkt: »2009 war besonders schwach. Im Vergleich dazu hat sich der italienische Stahlmarkt im Laufe des Jahres 2010 leicht verbessert, obwohl das Wachstum nicht in allen Sparten angekommen ist. Für die gewalzten Flacherzeugnisse und einige Industriesparten wie Automotive und deren Zulieferer, für die Haushalts- und Elektromechanik für die Öko-Industrie war der Aufschwung schon recht gut. Gegen Ende 2010 war auch bei den Baumaschinen ein leichter Anstieg zu spüren – noch nicht jedoch in der Transportbranche und ebenso wenig in der Baubranche sowie in der Schiffbauindustrie.«

»Das Neue Jahr«, fuhr Dr. Gabrielli fort, »zeigt sich in Italien mit einem erstaunlichen Nachfrageanstieg. Es ist jedoch nicht gesagt, dass dies ausreicht, um die derzeitige Nachfrage nach Stahl konstant zu halten, da der italienische Markt immer noch Schwächen zeigt. Darüber hinaus, wenn die derzeitige Nachfrage auf Spekulation basieren sollte, müssen wir auch weiterhin eine starke Preisvolatilität erwarten, mindestens für das komplette laufende Jahr. Die Anbieter im Stahlvertrieb haben 2011 eine gute Chance, einen Ausgleich zwischen Nachfrage und Angebot zu schaffen und so wieder zu einer gesunden Marge zu gelangen, da sich die Lagerbestände spürbar reduziert haben.«

Hans Georg Diederichs

Erschienen in Ausgabe: 03/2011