IT-Blech übernimmt die Steuerung

Seit 1990 besteht das Unternehmen Gewa Blechtechnik in Ried im Traunkreis (Österreich). Mit individuellen Laser-Zuschnitten und Stanzlösungen bietet das Unternehmen ein Optimum an Technik und Erfahrung in der modernen Blechbearbeitung.

06. Juli 2005

So ist es gelungen, in den letzten 15 Jahren vom kleinen Schlossereibetrieb mit nur zwei Mitarbeitern in die höchste Liga der Blechbearbeiter und Blechverarbeiter mit zur Zeit 36 Mitarbeitern aufzusteigen. Um den höchsten Qualitätsansprüchen in der Blech- und Lasertechnik permanent gerecht zu werden, investiert das Unternehmen stets in die neusten Technologien. Das Herzstück der Produktionslinie ist das vollautomatische Blechhochregallager mit 420 Lagerplätzen und einer Lagerkapazität von 1.300 Tonnen Formatblechen, auf das alle Stanz-, Laser- und Kombimaschinen zentral zugreifen können. Um den individuellen Kundenansprüchen gerecht zu werden und mit der stetig steigenden Automatisierung Schritt halten zu können, erkannte man bei Gewa die Notwendigkeit, in ein modernes EDV-System zu investieren. Im Januar 2003 kam der erste Kontakt zwischen der Gewa und der BleTec Software GmbH aus Roßdorf (Hessen) zustande.

Mit der Aufgabe gewachsen

Die beiden Geschäftsführer Gerhard Limberger und Walter Zwicklhuber, sowie der technische Leiter Thomas Preinstorfer hatten ganz konkrete Vorstellungen und Wünsche, wie eine PPS-Lösung für ihr Unternehmen auszusehen hat. IT-Blech konnte zum damali - gen Zeitpunkt noch nicht alle Anforderungen erfüllen, dennoch erkannte man bei Gewa sehr schnell, daß beide Firmen die gleichen Vorstellungen haben und BleTec der richtige Partner ist, diese zielstrebig umzusetzen. Gemeinsam wurde aus den Wünschen und An forderungen Lösungsansätze erarbeitet, die BleTec innerhalb kürzester Zeit in IT-Blech zur Verfügung stellte, so dass ein schneller produktiver Einsatz der Software erst möglich wurde. Heute ist man bei Gewa in der Lage, sämtliche Arbeitsprozesse, die bei der täglichen Arbeit eines Lohnfertigers in der Blechbearbeitung anfallen, mit IT-Blech komplett abzudekken.

Mehr als ein PPS-System

Angebote können schnell mit allen Fertigungsschritten, Materialbedarf, Fremdleistungen und Zukaufteile für Einzelteile oder komplexe Schweißbaugruppen mit bis zu drei Zuschlagssätzen kundenindividuell kalkuliert werden. Fertigungszeichnungen (DXF, PDF, BMP, GEO etc.) werden durch das integrierte Dokumentenmanagement, etwa aus einer E-Mail oder durch Scannen, dem Artikel direkt zugeordnet. Fertigungsänderungen oder Preisnachverhandlungen können mit dem Kunden direkt am Telefon besprochen werden und der Preis wird nach Eingabe der gewünschten Änderungen auf Knopfdruck neu berechnet. Bei Auftragserteilung fließen alle Informationen aus dem Angebot direkt in den Auftrag mit ein. Alle Fertigungspapiere wie beispielsweise Werkstattlaufkarte mit Barcode, Warenbegleitschein, Versandetiketten und Fremdleistungspapiere werden auf Knopfdruck ohne nachträglichen Sortieraufwand ausgedruckt.

ToPs integriert

Durch die integrierte ToPs 100/300-Schnittstelle in ITBlech können alle Stanz-, Laser- und Kombibearbeitungen in einer Übersicht für das Erstellen und Zusammenfassen der Fertigungsaufträge als Schachtelauftrag übersichtlich nach Maschine, Materialart, Materialdicke, Gasart und Fertigungstermin am Bildschirm angezeigt und für die Über gabe an ToPs als Schachtelauftrag ausgewählt werden. Stückzahländerungen oder Materialabmessungen, die auf Seiten von ToPs nachträglich geändert wurden, werden automatisch beim Importieren der Tafelaufträge für den jeweiligen Fertigungsauftrag und Materialbedarf mit berücksichtigt und im IT-Blech automatisch aktualisiert. Der Ausdruck der Tafelaufträge und der Datentransfer erfolgt direkt aus IT-Blech heraus.

Auf den gesamten Prozeß zugreifen

Dadurch ist es jedem Mitarbeiter möglich, den Status eines Auftrages - ob er sich in der Programmierung, produktionsbereit, in Produktion oder ob die Produktion bereits abgeschlossen ist - genau zu verfolgen. Ebenso wird die Auslastung der einzelnen Produk tionsmaschinen übersichtlich dargestellt. Über die Anbindung an das vollautomatische Blechhochregallager ist die Arbeitsvorbereitung immer über den aktuellen Materialbestand informiert. Programmierte Neuteile „Geo-Files“ können dem Auftrag direkt zugeordnet werden. Wiederholteile oder Abrufaufträge fließen direkt in den Schachtelpool mit ein und können, wie oben beschrieben, direkt an ToPs übergeben werden. Alle anfallenden Fertigungsschritte wie Kanten, Bolzen setzen, Schweißen, Montage, et cetera werden über Werkstatterminals mit ihrem Fertigungsstatus und IST-Zeit über Barcode erfaßt und melden die Fertigungskapazität beziehungsweise -auslastung an IT-Blech. Gewa ist heute mit IT-Blech in der Lage, auf individuelle Kundenanfragen und Aufträge prompt zu reagieren, da diese moderne PPS-Lösung auf sämtliche Lager- und Auftragsstände im gesamten Produktionsprozeß zugreifen und diesen dementsprechend steuern beziehungsweise optimieren kann. Durch die Fertigungszeiterfassung ist jeder Mitarbeiter in der Lage, den aktuellen Status eines Fertigungsauftrages zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu erkennen. Auch die Fremdleistungen, die außer Haus gefertigt werden, sind direkt in den Fertigungsprozeß mit eingebunden.

Planbare Übersichtlichkeit

Eine wesentliche Erleichterung ist das einfache und schnelle Erfassen von Sammellieferscheinen und Sammelrechnungen sowie das Erstellen von Speditionsaufträgen und Versandetiketten. Alle Informationen wie Bestell-Nr., Kommission, von wem und wann die Bestellung erfolgte und auf welchen Lieferschein sich die Rechnungsposition bezieht, werden in einer übersichtlichen Form auf den einzelnen Ausdrucken dem Kunden dargestellt. „Wir, die Firma Gewa Blechtechnik GmbH, suchten einige Jahre nach einer geeigneten Softwarelösung. Nach einigen nicht zufriedenstellenden Versuchen mit anderen Softwareherstellern, kamen wir eines Tages zu dem Produkt ITBlech.

Kurzentschlossen…

Die erste Vorführung im Februar 2003 der Firma BleTec überraschte alle und weckte unser Interesse. Die folgenden Monate beschäftigen wir uns mit dem IT-Blech und fanden heraus, daß dies die ideale Lösung für unser Unternehmen sein könnte. Kurz darauf kam es zur Kaufentscheidung, und im April 2003 kam es zur Einführung und Einschulung. Es tauchten selten Probleme auf, und die Firma BleTec war und ist stets bemüht, Probleme wie auch Verbesserungsvorschläge sofort anzugehen. Durch diese Veränderungen wurde das ITBlech zur idealen Softwarelösung für sämtliche Arbeitsprozesse in unserem Betrieb“, erläutert Walter Zwicklhuber seine Entscheidung. BleTec stellt auf der BlechExpo 2005 in Halle 3, Stand 3306 aus.

Dirk Untersteiner

Walter Zwicklhuber

Erschienen in Ausgabe: 05/2005