Internet der Zukunft

"HAMM" für offene, innovationsfreundliche Architektur

24. September 2009

„Wir möchten den Innovationsstau mit unserer Forschung unterbrechen, indem wir PCs und andere Endgeräte intelligenter an das globale Computernetz ankoppeln“, so Projektleiter Prof. Schmidt aus der Informatik der HAW Hamburg. „Peer-to-peer-Techniken sollen dabei genauso zum Standarddienst werden wie mobile Vermittlungsverfahren.“ Gemeinsam mit weiteren Partnern wollen die Wissenschaftler zeigen, wie der Gruppenkommunikationsdienst des Internets (Multicast) in einer neuen, serviceoffenen und mobilen Internet-Architektur für alle Anwender nutzbar werden kann. Multicast bietet die Möglichkeit, Informationen im Internet ohne Server preiswert und schnell zwischen Programmen zu teilen. Dieser Dienst wird von populären Neuentwicklungen wie dem Internet-Fernsehen (IPTV) und Online-Spielen, aber auch von Konferenzsystemen oder dem Katastrophenschutz benötigt. Ideen hierzu existieren seit 25 Jahren, aber bisher hat die Unbeweglichkeit der Internet-Schicht Multicast an einer globalen Verbreitung gehindert. HAMcast wird im Rahmen der nationalen Initiative G-Lab vom BMBF gefördert. HAMM steht für „Hybrid Adaptive Mobile Multicast“.