International expandieren

Mit der Beteiligung des Investors Parcom Capital expandiert 247Tailorsteel international. Seit der Gründung 2007 ist der Anbieter lasergeschnittener und gebogener Teile im Durchschnitt um 35 Prozent gewachsen. 2019 wird er voraussichtlich einen Umsatz von 100 Millionen Euro erzielen.

25. März 2019

Parcom Capital hat 60 Prozent der Firmenanteile von 247Tailorsteel erworben. Bewusst entschied sich der Gründer Carel van Sorgen nicht für den Höchstbietenden oder gar die Übernahme durch ein Konkurrenzunternehmen. Die Übernahme ist für ihn ein logischer Schritt, um international wachsen zu können. In den kommenden zwei Jahren sind Investitionen in Höhe von 40 Millionen Euro geplant. Es sollen noch Werke im Großraum Düsseldorf und Stuttgart eröffnet werden.

Kunden im Umkreis von 200 Kilometern betreuen

»Uns erreichen auch immer mehr Aufträge aus Österreich und der Schweiz. Deshalb wollen wir in Europa weiter expandieren. Unser Ziel ist es, Kunden in einem Umkreis von 200 Kilometern zu betreuen«, so van Sorgen. Gemeinsam mit dem Investor macht sich der Gründer auf die Suche nach einem neuen CEO. »Ich selbst werde Minderheitsgesellschafter bleiben mit einem ordentlichen Stimmrecht,« betont er. Für die Kunden von 247Tailorsteel bleibt alles beim Alten.

Die Übernahme wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2019 abgeschlossen. Das Bundeskartellamt und die niederländischen Autoriteit Consument & Markt müssen der Transaktion noch zustimmen.

Marktlücke gefunden

»Die Metallbranche ist teilweise noch recht traditionell. In diese Marktlücke sind wir gesprungen«, sagt Carel van Sorgen, Gründer von 247Tailorsteel. Auf einem selbst entwickelten Internetportal können Kunden sich einloggen, ihre Konstruktionszeichnungen hochladen, erhalten nach kurzer Zeit ein Angebot per E-Mail und können ihre Bestellung aufgeben. Anschließend liefert 247Tailorsteel stets innerhalb der vereinbarten Lieferzeit. »Unsere Software sorgt dafür, dass die Maschinen in der Produktionshalle für die Ausführung der Bestellung angesteuert werden«, fügt Carel van Sorgen hinzu.