Intelligenter Robotereinsatz

Der Maschinenbauer Abacus verbindet Umformtechnologie mit den Vorteilen der Automatisierung und kombiniert seine Drückmaschine Premo 600 mit Robotern.

10. August 2015
Der Roboter zur Automatisierung erhöht die Effizienz der Drückmaschine Premo 600. Dazu sind die Programmierungen der beiden Anlagen in einer einfachen Bedieneroberfläche zusammengefasst. (Bild: Abacus Maschinenbau GmbH, Osnabrück)
Bild 1: Intelligenter Robotereinsatz (Der Roboter zur Automatisierung erhöht die Effizienz der Drückmaschine Premo 600. Dazu sind die Programmierungen der beiden Anlagen in einer einfachen Bedieneroberfläche zusammengefasst. (Bild: Abacus Maschinenbau GmbH, Osnabrück))

Als den „nächsten logischen Schritt in der Steigerung der Produktivität und Anlageneffizienz“ betrachtet das Maschinenbau-Unternehmen Abacus aus Osnabrück die Automatisierung an seiner Drückmaschine Premo 600. Die Kombination der Umformtechnik mit Robotern wird nach Aussage von Thorsten Beling, Geschäftsführer von Abacus, einen großen Leistungssprung bewirken: „Drückmaschinen und ein hoher Automatisierungsgrad kommen bisher eher selten zusammen. Wir haben den Gesamtprozess der Umformung im Sinne unserer Kunden restrukturiert: Eine hohe Fertigungsqualität bewirkt eine geringere Nacharbeit. Dadurch wird eine höhere Wertschöpfung erreicht. Im Ergebnis bedeutet dies eine langfristig günstigere Kostensituation für das fertigende Unternehmen.“

Gerade im Mehrschichtbetrieb lässt sich der personelle Einsatz durch die Abacus-Lösung minimieren. Die Programmierungen der Drückmaschine und des Roboters werden in einer einfachen Bedieneroberfläche zusammengefasst. Je nach Wunsch kann der Auftraggeber den – in sein Umfeld passenden – Roboter für die Bestückung auswählen. Die Abstimmung auf die Drückmaschine von Abacus ist somit herstellerunabhängig.

Fertigungsschritte sorgfältig choreografiert

Ein Kernelement ist laut Abacus die Harmonisierung der einzelnen Fertigungsschritte, von der gesicherten Einzelentnahme und Zuführung der Ronden bis zur „Choreografie“ der Wartestellungen und Platzierung der Werkstücke auf der Palette. Mögliche Abweichungen von den Toleranzwerten werden per E-Mail oder SMS gemeldet. Das entspreche den steigenden Anforderungen von Kunden aus den unterschiedlichsten Anwendungen der Umformtechnik, so Thorsten Beling.

Auf der Euroblech 2014 wurde die Drückmaschine Premo 600 im Oktober als einer der Gewinner mit dem „Euroblech Award 2014“ in der Kategorie Umformtechnik ausgezeichnet. Geringer Energieverbrauch durch den Einsatz moderner Servomotoren-Technologie, verkürzte Rüst- und Fertigungszeiten, eine hohe reproduzierbare Fertigungsqualität, niedrige Wartungskosten sowie die einfache Bedienung spielten für die Auszeichnung die wesentlichen Rollen.

Vielfältige Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten

Isolierkannen und andere Haushaltsartikel in Stahl und Edelstahl sind ebenso typische Anwendungsbeispiele für die rotationssymmetrischen Erzeugnisse wie hochglänzende Reflektoren in der Leuchtenindustrie. „Natürlich kann unsere Drückmaschine auch andere Materialien bearbeiten und beispielsweise Vasen, Sektkübel oder Urnen herstellen. Mittels angetriebener Werkzeuge, die in die Maschine integriert werden können, lassen sich individuelle Gestaltungen durch eingravierte Logos oder Verzierungen realisieren. Dadurch minimieren sich der Bearbeitungsschritte auf ein Minimum“, ergänzt Derk Weber.