Integratives Sicherheitskonzept

Sicherheitstechnik für Maschine und Werkzeug

Vor 35 Jahren als Stanzerei gegründet und wenige Jahre später Hersteller von Überwachungs- und Sicherheitstechnik für Umformmaschinen und Werkzeuge, die Biographie von Unidor, Pforzheim, zeigt, wie aus Leidenschaft zur Elektronik ein Geschäftsfeld werden kann. Doch wohin geht der Weg heute? BBR sprach mit Geschäftsführer Knut Lauer.

29. April 2004
Sichere Automatisierungslösungen
Bild 1: Integratives Sicherheitskonzept (Sichere Automatisierungslösungen)

„Das Nachrüsten bestehender Anlagen ist so eine Sache, nachdem mehr und mehr Maschinenbauer ihre Stanzanlagen gleich mit der gesamten Steuerungs- und Überwachungstechnik anbieten“, so Unidor-Geschäftsführer Knut Lauer und deutet so bereits an, wohin Unidor sich entwickelt. Doch erst einmal zum Iststand. Unidor beliefert Stanzereien und Preßwerke seit nunmehr 20 Jahren mit Automatisierungskomponenten für Umformmaschinen, Sicherheits-/Überwachungstechnik für Maschinen und Werkzeuge sowie Sensorik. Wie Eingangs erwähnt gestaltet sich das Nachrüsten bestehender Anlagen zunehmend schwieriger.

Charmante Lösung Integration

Die meisten Stanzereien möchten nicht zwei Steuerungen neben ihren Stanzautomaten stehen haben - die eine zur Maschinensteuerung, die andere für die nachgerüstete Sicherheitstechnik mit Sensorik, die etwa frühzeitig einen drohenden Stempelbruch im Werkzeug anzeigt oder vor der Überhitzung von Maschinenkomponenten warnt. Da neue Umformmaschinen ohnehin zunehmend mit der nötigen Überwachungstechnik und Sensorik bestellt werden - denn damit kann die Sicherheitslösung in die bestehende SPS gleich integriert werden -, entfallen ein zweite Rechner und der zweite Bildschirm für die Sicherheitstechnik. Weniger Hardware und mehr Übersicht und, nicht zu vergessen, ein nahtloses Konzept.

Den Charme dieser Lösung hat natürlich auch Unidor erkannt. Erstmals auf der Südblech zeigte das Unternehmen daher ihre integrierte Lösung einem breiten Fachpublikum.

„Unser Weg, den Herstellern der Umformmaschinen unsere Systeme direkt anzubieten und mit ihnen zusammen eine komplette integrative Lösung zu erstellen, trägt bereits erste Früchte“, erklärt Knut Lauer das Unidor-Konzept. Einen Pilotpartner hat man auch schon gefunden, die A.Schaal GmbH & Co. Werkzeug- und Maschinenbau aus Salach. „Schaal baut unsere Lösungen schon ab Werk ein. Wichtig ist die S7-Kompatibilität, denn Siemens beherrscht mit seiner Steuerung den Automatisierungsmarkt“, erläutert Knut Lauer. Selbstverständlich kommt dann auch die Sensorik et cetera von Unidor. Damit hat sich Unidor also ein neues Standbein geschaffen. Die „Rundumversicherung“ für Werkzeuge und Umformmaschinen gibt& pos;s natürlich auch weiterhin separat zu kaufen, interessant für alle Stanzereien und Preßwerke, die den vorhandenen Maschinenpark nachrüsten wollen oder müssen.

Erschienen in Ausgabe: 04/2004