Instandhaltung ist Instandsetzung?

Instandhalter sind nicht dafür da Maschinenschäden zu hegen und zu pflegen. Ihre Aufgabe ist es, bei einem Bauteilausfall der Sache auf den Grund zu gehen und durch intelligente Lösungen die Schwachstellen zu beseitigen.

15. Februar 2008

Dienstleistung: Nur so lassen sich die vielen Verschwendungen, die durch Schäden an geschmierten Maschinenelementen entstehen, auf ein unternehmenserträgliches Maß reduzieren. „Instandhaltung ist Instandsetzung“. Eine Gleichung die vom Ansatz völlig absurd ist. In vielen Unternehmen wird aber offensichtlich nach wie vor danach gelebt. Denn wie sonst lässt sich erklären, dass im Durchschnitt 70-80 Prozent des Instandhaltungsetats für die Schadensbehebung aufgewendet werden muss. Unter diesen Bedingungen kommen vorbeugende oder zustandsorientierte Maßnahmen viel zu kurz. So bleibt alles beim Alten, nur die Kosten laufen davon. Jeder Schaden hat seine Wurzel im menschlichen Versagen. Das heißt aber auch, dass jeder Maschinenausfall ein spezifisches Verbesserungspotenzial besitzt. Wird dieses erkannt, ist es oft ein leichtes eine bessere Lösung zu etablieren. Aus einer Reparatur wird so eine nachhaltige Instandsetzung. Die betriebliche Instandhaltung hat nicht die Aufgabe zu reparieren sondern dafür zu sorgen, dass möglichst wenige Reparaturen, sprich Produktionsunterbrechungen, auftreten. Das notwendige Wissen hierfür ist eine Holschuld. Wer darauf wartet, dass andere die Kastanien für ihn aus dem Feuer holen, sprich Verbesserungen anbieten, macht sich auf längere Sicht gesehen überflüssig. Kernkompetenz der betrieblichen Instandhaltung muss die Schadenseliminierung werden. Ein Anspruch der auch Produktfehler mit einschließt. Für die Kosten ist es egal, ob die Ursache ein Konstruktions- oder Herstellfehler, ein Nutzungs- oder Bedienungsfehler ist. Einen Produktionsstillstand gibt es allemal und der ist mit allen Mitteln zu vermeiden. „Schäden an geschmierten Maschinenelementen“ ist ein von TMM speziell für die Instandhaltungsmitarbeiter entwickeltes Praxisseminar, das im April in München und Köln veranstaltet wird. Schwerpunkte der Veranstaltung sind: Schadensanalyse, Einfluss verschiedener Schadenspotenziale bei Getrieben, Wälzlagern, Schrauben, Hydraulik aber auch Aufbau einer aussagekräftigen firmenspezifischen Schadensdokumentation.