"Insourcing" statt "Outsourcing"

Erstaunlich schnelle Amortisation

In einer Zeit, in der die Folgen der Globalisierung immer offener diskutiert werden, in der konzernweit Korrekturen in Struktur und Kostenrechnung publiziert werden, gilt die Devise, die eigenen Leute rationeller zu beschäftigen. „Insourcing“ statt jahrelangem „Outsourcing“ ist das neue Leitmotiv. Es gilt für Prototypen eine schnelle Durchlaufzeit zu erzielen und diese Prozeßdurchläufe schneller, respektive kostensparender zu gestalten.

06. Januar 2003
Fortlaufende Messung: Der kleine Meßarm, montiert auf einer Schiene kann über die Gesamtrohrlänge in einem Meßvorgang messen.
Bild 1: "Insourcing" statt "Outsourcing" (Fortlaufende Messung: Der kleine Meßarm, montiert auf einer Schiene kann über die Gesamtrohrlänge in einem Meßvorgang messen.)

So stellt die Tezet Technik AG, Bachenbülach, eine neue Methode zur Gestaltung und Optimierung technologischer Prozeßketten, die umfassend, einzelprozeß-übergreifend und gleichzeitig detailliert einzelprozeß-integrierend Wirkungszusammenhänge handhabbar macht, vor. Das Unternehmen sieht es an der Zeit, Betriebsmittelbeschaffung beispielsweise Software und Maschinen nicht nur nach ihrem Endpreis zu beurteilen. Es gehe vielmehr darum, eine durch das Produkt möglich werdende Prozeßketten-Optimierung und dadurch entstehende Zeitersparnis zu erkennen und die daraus resultierende schnelle Amortisation zu errechnen. Es gelte vor allem, bei Neuanschaffungen den Verbleib oder gar die Schaffung von Arbeitsplätzen zu berücksichtigen, oder - im Idealfall - eigenen Mirarbeitern ein Werkzeug in die Hand geben zu können, mit dessen Hilfe sie schneller und effektiver zum Ziel kämen. Das Schweizer Unternehmen verspricht, daß eingesparte Zeit in der Prototypenerstellung, im Meßablauf in der Meßzelle, im Lehren- oder Werkzeugbau, im 3D Design, in der Erstellung technischer Zeichnungen oder der automatischen Ausgabe von Korrekturwerten, dem Betrieb zurückgegeben werden kann, indem Angebote unter Einbeziehung der Kosten-Nutzenrechnung schneller und effektiver erstellt werden können.

Zeitsparen ist kostensparend

Tezet nennt Innovation, Arbeitserleichterung, Zeitersparnis und Aufwandsreduzierung als Grundpfeiler des hauseigenen Software-Paketes „Tezet tubeXpert 2000“. So würden die meisten der marktüblichen Softwares - überwiegend Geometrie-Softwares -, für Flächenmessungen, wie Karosserieteile, Anbauteile et cetera entwickelt und daher beim eigentliche Meßvorgang von Rohren die Geometrien aneinandergereiht, was zeitaufwendig ist. Tezet hingegen geht den Weg, der direkten Rohrmessung.

Rohre, Bremsleitungen, Klimaanlagenschläuche sind oftmals länger als der Arbeitsbereich einer Meßmaschine. Da es marktüblich ist, das die Messung schlußendlich aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden muß, kann der Anwender der Tezet-Meßsysteme das Koordinatensystem mitnehmen, die Meßmaschine oder das Teil verschieben, und ohne Unterbruch das gleiche Teil weitervermessen. Wichtig ist auch die einfache Dateneingabe. Selbst wenn der Bediener sich mal nach dem beispielsweise 28. Bogen vertippt hat, muß er nicht wieder von vorne anfangen, sondern kann direkt korrigieren und weiterfahren. Aus den eingegebenen Daten können Zeichnungen generiert, Biegedaten (inklusive Korrekturdaten) errechnet, oder auch Lehrenelemente automatisch auf Knopfdruck in 3D in verschiedenen Formen erstellt werden, zur Übernahme in andere CAD-Programme und eventuell notwendiger Weiterverarbeitung oder Anpassung. Zudem gibt es in „Tezet tube“ auch eine Funktion, mit der Lehren nachgemessen werden können.

Praxisorientiert messen

Alles in allem ist das Tezet-Meßsystem praxisgerecht und bedienerfreundlich. Es gibt allein in der Basis-Rohrsoftware mehr als 40 Funktionen rund ums Rohr. In der 3D-Design-Software „Pipedream“ findet man den „Luxus“ der Prototypenfindung - ohne großen Aufwand, nur mit Hilfe des Meßarms, der dann als 6D-Maus genutzt wird und die Rohrfindung mit Online-Datenaufnahme im Hintergrund durch Digitalisieren des gedachten oder vorgegebenen Rohrverlaufs in Echtzeit auf den Bildschirm des portablen Laptops bringt. Jeder gemessene Koordinatenpunkt wird dabei automatisch im Hintergrund gespeichert und noch während der Bediener die fiktive Rohrfindung vornimmt, kann er parallel den Rohrverlauf auf dem Bildschirm verfolgen. Eventuelle Störgeometrien oder beispielsweise Aufhängungsteile oder Anflanschpunkte können ebenso eingescannt werden.

Und das neu entstandene Prototypenprodukt oder Musterrohr kann in der Rohrdesignsoftware „Pipedream“ oder auch in der Rohrverarbeitungssoftware „Tezet tube“ weiterverarbeitet werden. Das Schweizer Unternehmen sieht seine Systeme als zukunftssicher weil die Kunden ein preiswerteste System erwerben können, ohne auf zukünftige innovative Technik verzichten zu müssen. Neue Technologien werden fortlaufend in das Programm implementiert. Die Software lebt durch den täglichen Gebrauch, erneuert sich ständig und ist ein Produkt aus Erfahrung, Innovation und Flexibilität. Mit dem Software-Paket „Tezet tubexpert 2000“ bietet das Unternehmen ein Werkzeug aus der Rohrpraxis für die Rohrpraxis, das sich neben den Aspekten der direkten Messung besonders auf die Anwenderfreundlichkeit beruft.

Erschienen in Ausgabe: 11/2002