Industrieroboter für KMU

Im Jahr 2012 wird der Absatz von Robotern neue Rekordhöhen erreichen. Das prognostiziert die internationale Robotervereinigung IFR – International Federation of Robotics. 181.000 Stück werden die Hersteller voraussichtlich absetzen – ein Anstieg von etwa neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2015 werde der Absatz trotz der derzeitigen Konjunkturschwäche weiter jährlich um rund fünf Prozent steigen.

02. November 2012

Ein zunehmender Trend ist der Einsatz von Industrierobotern in kleinen und mittelständischen Unternehmen. „Die Firmen müssen sich einem immer stärkeren internationalen Wettbewerb stellen, der sie zwingt, ihre Produktivität zu erhöhen und Kosten zu senken“, erklärt Jürgen Küch, Senior Manager Europe bei Denso Robotics. Mit Hilfe des Einsatzes von Industrierobotern ließen sich die Produktqualität verbessern und Produktionsprozesse flexibler gestalten. „Weltweit steigt das Bedürfnis nach sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplätzen. Roboter-Technologien können hier eine Lösung sein, um die Qualität der Arbeitsplätze zu erhöhen und für die Mitarbeiter sicherer zu machen.“

Die Einsatzfelder für Industrieroboter werden dabei immer vielfältiger: Sie reichen von den klassischen Branchen Auto- und Elektroindustrie über die Metallverarbeitung und chemische Industrie bis hin zu erneuerbaren Energien. Doch längst nicht mehr nur Großkonzerne haben die Vorteile der Automatisierung

erkannt, selbst in Krankenhäusern und Gastronomiebetrieben erhalten Roboter Einzug.

Ein weiteres, immer wichtiger werdendes Einsatzgebiet für Roboter sind kontaminationsfreie Umgebungen wie sie die Pharma- und Medizinindustrie verlangen, aber auch in der Halbleiter- und Lebensmittelherstellung eine der Voraussetzungen für die Produktion sind. Hier ist ein Höchstmaß an Sterilität erforderlich. Gefragt sind Roboter, die die Reinraumklassen ISO5 oder ISO3 erfüllen, wie sie unter anderem Denso Robotics anbietet.

„Als führender Hersteller von Kleinrobotern freuen wir uns natürlich, dass die Nachfrage nach

Robotern von kleinen und mittleren Unternehmen steigt“, betont Küch. „Bislang war es häufig

so, dass diese Firmen vor einer weiteren Automatisierung ihrer Produktion und den damit

verbunden Investitionen zurückschreckten. Die Unternehmen erkennen immer stärker das

Potenzial von Industrierobotern und die Möglichkeit, Produktionsprozesse zu optimieren –

nicht nur in Deutschland sondern auch in den Schwellenländern.“

Kleine und große Unternehmen unterscheiden sich nicht nur bezüglich des Umsatzes und der Anzahl der Beschäftigten, sondern auch hinsichtlich ihrer internen Struktur und der Fertigungsprozesse. Auch das Personal ist häufig weniger auf eine bestimmte Aufgabe spezialisiert, sondern muss eine größere Bandbreite an Aufgaben erledigen. Das erschwert es zusätzlich, sich intensiv an einem Roboter einzuarbeiten. Doch gerade in den Bereichen Nutzerfreundlichkeit und Bedienqualität schreitet die Entwicklung schnell voran. Küch: „Steuerungen und Controller sind heute überaus benutzerfreundlich und einfach zu programmieren. Zusätzlich können sie mit einer Vielzahl von Applikationen und Geräten

verbunden werden, was die Einsatzmöglichkeiten weiter steigert.“

Global einheitliche Schnittstellen sind gefragt. Die neue RC8-Steuerung von DENSO Robotics verfügt beispielsweise über die Anschlüsse Ethernet/IP, Profibus und DeviceNet, so dass der Controller mit über 100 verschiedenen industriellen Geräten über das ORiN-Netz verbunden werden kann. Die Steuerung übernimmt dann die Aufgaben eines Industrie-PCs.