18. JANUAR 2019

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Auf der Suche nach den Werkstoffen der Zukunft


Um die Leichtbaumetalle Aluminium und Magnesium für künftige Anwendungen fit zu machen, bündelt das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen sein Know-how mit zwölf Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft.

Um Werkstoffe für zukünftige industrielle Anwendungen fit zu machen, bündelt das LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen sein Know-how mit zwölf Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft. Die LKR-Wissenschaftler Dr. Stephan Ucsnik und Dr. Carina Schlögl koordinieren das von FFG und Land OÖ finanzierte Projekt AMALFI. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Forscherteam werden sie neuartige Aluminium- und Magnesiumlegierungen erforschen und weiterentwickeln.

Fokus auf Aluminium und Magnesium
Mit Blick auf neue Anforderungen an Werkstoffe, Prozesse und Technologien werden die aus dem Vorgänger-Comet-Projekt AMOREE entwickelten Legierungen und Verarbeitungsprozesse in den kommenden vier Jahren einen technischen Schub erhalten, um für industrielle Anwendungen vorbereitet zu werden.

Für den Bereich Aluminium bedeutet das konkret:
• die Erhöhung der Crash-Tauglichkeit von Aluminium-Strangpressprofilen,
• die Prozessoptimierung des direkten Kokillengusses kritischer Aluminiumlegierungen inklusive hochwertiger Ingots für nachfolgende Hochleistungs-Strangpressprofile oder direktes Schmieden,
• die Entwicklung neuartiger Rollform-/Biege-Prozesse für multifunktionale Profile für wettbewerbsfähige Al-Komponenten.

Die Magnesium-Schwerpunkte des Projekts sind:
• die Weiterentwicklung von schwer entflammbaren Mg-Legierungen für die Luftfahrt der Zukunft, mit hoch-performantem, mechanischem Eigenschaftsprofil bei geringen Werkstoff- und Prozesskosten,
• die Verarbeitung der neuartigen Mg-Legierungen in Prozessen wie Stranggießen, Schmieden oder Thixomoudling.

Strategischer Schwerpunkt
Das AMALFI-Konsortium wird sich auch einem Themenfeld der Grundlagenforschung widmen: der Entwicklung neuartiger Mikrosturuktur- und Gefügemodelle für Aluminium- und Magnesiumlegierungen. „Diese Modelle sind wichtig, da sie das Potenzial haben, die Entwicklung von zukünftigen Al- und Mg-Legierungen, vor allem durch virtuelle, numerischen Simulation, entscheidend voran zu treiben.“, erklärt Projektkoordinator Dr. Stephan Ucsnik vom LKR.

Eckdaten zum Projekt
• AMALFI: Aluminium und MAgnesium Legierungen für zukünFtige Industrielle Anwendungen
• Programm: Comet-Projekt
• Förderstelle: BMVIT, FFG und Land OÖ
• Laufzeit: September 2018 bis August 2022
• Projektkoordination: LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, AIT Austrian Institute of Technology, Dr. Stephan Ucsnik, Dr. Carina Schlögl.

Datum:
11.01.2019
Unternehmen:
Bilder:
AIT
AIT

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