18. JANUAR 2019

zurück

kommentieren drucken  

US-Wirtschaftsboom beflügelt Nachfrage


Die USA, ein El Dorado für die Werkzeugmaschinenindustrie? In den ersten drei Quartalen stieg der Auftragseingang der Branche in den USA um 27 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Grund genug für den VDW, erstmals Symposien deutscher Hersteller für den US-Markt zu veranstalten.

„Für unsere Unternehmen läuft es in den USA derzeit prächtig“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW. Alle Rahmendaten zeigen nach oben, nicht zuletzt, weil die US-Regierung mit der Unternehmenssteuersenkung und attraktiven Abschreibungsbedingungen investitionsfreundliche Rahmenbedingungen gesetzt hat. Die VDW-Mitglieder machen gute Geschäfte in ihrem zweitgrößten Absatzmarkt.

Deshalb hat der VDW entschieden, in Detroit und Charlotte zwei Symposien zu organisieren. „Damit wollen wir den US-Kunden exklusiv unsere Leistungsfähigkeit präsentieren“, so Schäfer weiter. 21 namhafte deutsche Anbieter sind mit dabei: Alzmetall, Chiron-Werke, Emag Gruppe, Emco Magdeburg, Gleason Corporation, Heinrich Georg, Heller, Hermle, Index Werke, Kapp Niles, Niles-Simmons-Hegenscheidt, Open Mind, Peiseler, Profilator, Profiroll Technologies, Samag, Schütte, SW Schwäbische Werkzeugmaschinen, Siemens, Weisser, Zimmer & Kreim.

Im Herzen der US-Automobilindustrie
Für seine Symposien hat der VDW zwei attraktive Regionen mit zahlreichen Werkzeugmaschinenanwendern gewählt. Markus Schlipphak, Vice President of Engineering, Heller Machine Tools, in Troy bestätigt: „Die Regionen um Detroit und Charlotte sind wegen der zahlreichen dort ansässigen Abnehmerindustrien sehr interessant. Insbesondere sind die Automobil- und Zulieferindustrie dort stark vertreten und bieten hervorragende Geschäftsmöglichkeiten.“

Deutsche Hersteller in den USA aktiv
Die USA sind für deutsche Hersteller beileibe keine weiße Landkarte, sondern der zweitgrößte Exportmarkt. Im vergangenen Jahr wurden Maschinen für mehr als 1,2 Milliarden Euro exportiert, hauptsächlich Bearbeitungszentren, Teile und Zubehör, Laser, Schleif- und Drehmaschinen. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres lagen die Ausfuhren sechs Prozent über Vorjahr.

Der Markt wird jedoch nicht nur aus Deutschland heraus bedient. Fast 50 Anbieter sind in mehr als 170 Niederlassungen mit Vertrieb, Service und/oder Produktion vor Ort aktiv. „Die USA sind nach der Schweiz und China der drittgrößte Produktionsstandort für unsere Mitglieder. Zu den genannten Exporten kamen 2017 nochmals Maschinen im Wert von 325 Millionen Euro hinzu, die im Land selbst für den US-Markt produziert wurden“, erläutert Schäfer vom VDW.

Jürgen Gögelein, Area Sales Manager bei Chiron, ergänzt: „Mit eigenen Niederlassungen in Detroit und Charlotte ist man in den USA den Kunden in jeder Hinsicht näher. Das hat sich für uns in den Bereichen Vertrieb, Service, Turnkey-Engineering und Ausbildung außerordentlich bewährt.“

Deutsche Hersteller haben in den USA auch gute Absatzchancen, weil sie ein breites Angebot an Hochtechnologie liefern können, denn es gibt kaum nennenswerte US-Anbieter, die in diesem Segment tätig sind. „Im Highend-Bereich gibt es kein Angebot von US-Anbietern“, bestätigt Maximilian Waizenegger, Sales Manager bei Hermle.

Datum:
19.12.2018
Unternehmen:
Bilder:
VDW
VDW

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere News in unserem Newsarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 1-2019

bbr Sonderhefte und Supplements