Federn leicht

Wire/Federn

Welcher Federstahl ist für welche Anwendung geeignet? Gutekunst Federn aus Metzingen hilft bei der Auswahl des richtigen Materials und der richtigen Form.

02. Oktober 2018
© Gutekunst
Bild 1: Federn leicht (© Gutekunst)

Welcher Federstahl ist für welche Anwendung geeignet? Das möchte Gutekunst Federn aus Metzingen den Verwendern näherbringen. Federstahl besitzt im Vergleich zu anderen Stahlsorten eine höhere Festigkeit und kann bis zu einer bestimmten Spannung (Elastizitätsgrenze Rp) verformt werden. Nach Entlastung kehrt der Federstahl dann wieder in die Ausgangsstellung zurück, ohne dauerhaft verformt zu werden. 

Federstahl EN 10270-3-1.4310 hat zum Beispiel eine Zugfestigkeit von 1250 bis 2200 N/mm², verglichen mit 360 N/mm² beim Baustahl S235JR. Hierbei ist der maßgebliche Unterschied das Streckgrenzenverhältnis, das heißt das Verhältnis von Elastizitätsgrenze zu Zugfestigkeit des Werkstoffs, das bei Federstählen normalerweise bei mindestens 85 Prozent liegt. Die Elastizität als Hauptmerkmal eines Federstahls wird durch eine spezielle Legierung erreicht: Silizium (Si), Mangan (Mn), Chrom (Cr), Vanadium (V), Molybdän (Mo) und Nickel (Ni) werden zugegeben.

Federstahldrähte verfügen über eine große Zugfestigkeit und weisen eine hohe Elastizitätsgrenze auf. Diese wird durch das Elastizitätsmodul (E-Modul) beschrieben. Um bei der Fertigung kalt geformter Druck-, Zug- und Schenkelfedern sowie anderer Drahtbiegeteile Überlastungen oder Brüche zu vermeiden, müssen die Federstahldrähte ein sehr gutes plastisches Formveränderungsvermögen aufweisen, daher werden die meisten Federstahldrähte erst nach der Umformtechnik wärmebehandelt.

In einem Blog stellt Gutekunst verschiedene Bauweisen, Werkstoffe und deren Behandlung zusammen und gibt Tipps für die Konstruktion und Anwendung.

Erschienen in Ausgabe: 06/2018