11. DEZEMBER 2018

zurück

kommentieren drucken  

Hoch automatisierte Schweisstechnik für China


Fokus/Schweißen

Chinesische Unternehmen investieren verstärkt in automatisierte Schweißanlagen. Der Nutzfahrzeug-spezialist Henan Junton Vehicle setzt seit einigen Jahren voll auf Cloos. Mit den hoch automatisierten Schweißanlagen kann Henan die Effizienz seiner Fertigung weiter erhöhen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit ausbauen.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  

Die Henan Junton Vehicle Co., Ltd. wurde 2005 gegründet und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Heute gilt das Unternehmen als der Nutzfahrzeughersteller mit der größten Fertigungskapazität in China. Das Produktspektrum umfasst unter anderem Kranfahrzeuge und Nutzfahrzeuge zur Lastenbeförderung. Insgesamt fertigt Junton 200 verschiedene Produkte.

Die Fertigung und ein Teil der Entwicklung befinden sich am Hauptstandort in Sanmenxia in der zentralchinesischen Provinz Henan. Hier fertigen die etwa 1.500 Mitarbeiter auf mehr als 1.000.000 Quadratmetern Produktionsfläche rund 80.000 Fahrzeuge pro Jahr. Ein weiteres Forschungs- und Entwicklungszentrum ist in Xi’an, in der Provinz Shaanxi angesiedelt. Henan Junton Vehicle vertreibt seine Fahrzeuge sowohl in ganz China als auch in Südostasien, Zentralasien, Afrika und in Südamerika.

»Wir möchten die Qualität und Produktivität unserer Fertigung durch kontinuierliche Investitionen in die automatisierte Schweißtechnik weiter erhöhen«, erklärt Jianfeng Pan, Geschäftsführer und Eigentümer von Henan Junton Vehicle. »Auch im Hinblick auf die Themen Digitalisierung und Vernetzung möchten wir unsere Fertigungsstätten zu den modernsten im weltweiten Vergleich umbauen.«

Insgesamt hat Henan Junton Vehicle 39 Schweißroboter von Cloos im Einsatz. 26 weitere Roboter sind bereits bestellt und werden in Kürze in Betrieb genommen. In den nächsten drei Jahren sollen noch einmal 60 Cloos-Schweißroboter hinzukommen.

Komplexe Roboteranlage mit intelligenter Bauteilzuordnung

In einer modernen Fertigungshalle werden Komponenten für mehr als 100 Kippmulden pro Tag für Lastwagen in einer komplexen verketteten Schweißanlage gefertigt. Die Anlage besteht aus vier Schweißstationen mit insgesamt zwölf Qirox-Robotern vom Typ QRC-410-E. Der sechsachsige Knickarmroboter verfügt über eine Exzenterachse 7, die zwischen Roboterfuß und Drehpunkt der Achse 1 integriert ist.

Die siebte Achse erweitert den Arbeitsbereich des Roboters und ermöglicht eine optimale Positionierung des Schweißbrenners. In zwei Stationen arbeiten jeweils zwei Roboter, in den anderen beiden Stationen arbeiten jeweils vier Roboter. Die Schweißroboter sind stehend auf Bodenbahnen montiert. Fahrwagen bewegen die Roboter in horizontaler Richtung, was das Schweißen der langen Werkstücke vereinfacht. Ein zentrales System steuert den Transport der Werkzeuge.

Sobald ein Werkzeug bereitsteht, bestückt es ein Mitarbeiter zunächst mit dem Werkstück. Dann schickt die Steuerung ein fahrerloses Transportfahrzeug, um das Werkzeug mit dem Werkstück zu holen. Das Fahrzeug erhält von der Steuerung die Information, um welches Werkstück es sich handelt und an welche Schweißstation es transportiert werden soll. Sobald der Positionierer das Werkzeug mit dem Werkstück aufgenommen hat, bekommen die jeweiligen Roboter einen Befehl von der Steuerung und der Schweißprozess wird automatisch gestartet.

Nach dem Schweißprozess senden die Roboter der Steuerung direkt ein Signal, damit das fahrerlose Transportfahrzeug das Werkzeug wieder abholt. Anschließend entlädt ein Mitarbeiter das fertig geschweißte Werkstück. Das leere Werkzeug wird über ein Transportband oberhalb der Schweißlinie vom Ende zum Anfang zurückbefördert. Dann beginnt der Prozess von vorne und die Steuerung schickt das Fahrzeug zum nächsten Werkstück.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3  
Ausgabe:
bbr 06/2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos
Bild: Cloos

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Impulsstromquellen mit Prozessüberwachung

Impulsstromquellen mit Prozessüberwachung

Die rechnergesteuerten MIG/MAG-Impulsstromquellen der Serie „Quinto Profi SD“ von Carl Cloos Schweißtechnik, Haiger, sind ausgestattet mit einer wichtigen Zusatzfunktion zur kompletten Überwachung des Schweißprozesses in der automatisierten Fertigung. » weiterlesen
Kompakter Brenner mit Drahtvorschub

Kompakter Brenner mit Drahtvorschub "fördert" gleichmäßigen Lichtbogen

Das konstante Fördern des Schweißdrahtes fördert auch die Gleichmäßigkeit des Lichtbogens und als Folge ein besseres Schweißergebnis. » weiterlesen
Lichtbogenschweißen neu definiert

Lichtbogenschweißen neu definiert

Fronius präsentiert revolutionierende Innovationen auf der EuroBLECH. » weiterlesen
Das Elektronenstrahlschweißen

Das Elektronenstrahlschweißen

Das Hauptziel des Elektronenstrahl-Schweißprozesses ist, zwei sich berührende Werkstücke in der Stoßfuge zu schmelzen sowie die Schmelze ineinanderfließen und erstarren zu lassen. Aber auch die anderen Aggregatzustände sind am Schweißprozeß maßgeblich beteiligt. Ein Teil des Werkstoffes muß in die Dampfphase überführt werden, um die volle Werkstückdicke aufzuschmelzen, ein anderer Teil des Werkstoffes wird so gering erwärmt, daß er zwar im festen Zustand verbleibt, aber metallurgischen Veränderungen unterliegt. » weiterlesen
Einfach abschalten !

Einfach abschalten !

Wer kennt nicht die Nachteile des Schweißens, wie hohe Nacharbeitskosten durch Spritzer- und Porenbildung, Bindefehler und Verzug? Sind dieses unvermeidbare Wermutstropfen bei dem ansonsten industriell so produktiven und vielseitig eingesetzten Verfahren? Der MAG-Chop-Arc liefert eine neue Perspektive. Gerade seine gebündelte Energiezufuhr hat zu einer breiten Anwendung des MAG-Lichtbogenschweißens als Fügeverfahren in allen Industriebereichen geführt, da hiermit verschiedenste Metalle in einem breiten Bereich mit hoher Produktivität gefügt werden können. Doch der Trend zur Verwendung immer dünnerer Blechstärken und auch oberflächenveredelter Bleche, beispielsweise in der Automobilindustrie, führt in jüngster Zeit zu einer Verdrängung des MIG/MAG-Schweißens durch andere Fügeverfahren. Denn trotz seines unschlagbar günstigen Verhältnisses von investiven Kosten zur Produktivität sind es die verhältnismäßig geringe Prozeßgeschwindigkeit und oft hohe Nacharbeitskosten zur Spritzer- und Verzugsbeseitigung, die den Einsatz bisher beschränkten. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 8-2018

bbr Sonderhefte und Supplements