18. JULI 2018

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Maschinenbauer brauchen offene Märkte


Offene Märkte und freier Handel sind enorm wichtig für die Maschinen- und Anlagenbauer. Insbesondere global agierende mittelständische Betriebe sind auf den Freihandel angewiesen. Das haben der VDMA und Steinert auf einer Betriebsbesichtigung gegenüber Katharina Dröge, MdB, betont.

„Wir haben bei unseren Maschinen und Anlagen eine Exportquote von 79 Prozent. Freiheit des internationalen Reisens und des internationalen Warenverkehrs sind für uns lebenswichtig, ebenso wie offene und belastbare Transportwege“, sagt Peter Funke, Geschäftsführer von Steinert.

Unterschiedliche Regelwerke behindern den Mittelstand
Im Gespräch mit der Sprecherin für Handelspolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Katharina Dröge, erläuterte der mittelständische Unternehmer, der am Stammsitz in Köln rund 300 Mitarbeiter beschäftigt, warum die Hidden Champions mehr Einsatz der Politik für den Freihandel erwartet.

„Wir exportieren in mehr als 50 Länder. Damit sind vielseitige Anforderungen und komplexe technische Regelwerke verbunden, die den Export nicht immer einfach machen. Freihandelsabkommen sind sehr wichtig, denn sie bauen Handelshemmnisse ab und machen uns wettbewerbsfähiger“, erklärt Peter Funke.

Katharina Dröge stimmte zu, dass die Politik weiterhin für freien Handel einstehen müsse, dass dieser aber immer fair sein müsse: „Abkommen wie CETA regeln sehr detailliert Bereiche, die Bürgerinnen und Bürger als sensibel empfinden. Hier braucht es Transparenz und die Einbindung der Zivilgesellschaft.“

Gleichzeitig müssen solche Abkommen klare und verbindliche Mindeststandards für Arbeitnehmer/innen und die Umwelt setzen, damit es keinen Wettbewerb nach unten gibt. Bei technischen Handelsbarrieren müssen wieder stärker Alternativen zu Völkerrechtsverträgen in den Blick genommen werden, wie etwa die Internationale Organisation für Normung.
 
600.000 Stellen im Maschinenbau vom Export abhängig
Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA Außenwirtschaft, betonte ebenfalls die Bedeutung des Freihandels und verwies auf die hohe Exportquote des Maschinen- und Anlagenbaus. „Der Maschinenbau aus Deutschland hat im Jahr 2017 rund 226 Milliarden Euro umgesetzt, die Exportquote liegt bei 78 Prozent. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze sind direkt vom Export abhängig. Daran wird deutlich, welch großen Stellenwert der Außenhandel hat.“

Hinzu kommt, dass mittlerweile rund 35 Prozent des Exports in Länder mit hohen Einfuhrhürden geht. „Freihandel braucht daher die klare Fürsprache in der deutschen Politik, denn es geht letztlich um Arbeitsplätze und Wohlstand“, so Ackermann.

Datum:
18.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Vanessa Leißring
Vanessa Leißring
Vanessa Leißring
Vanessa Leißring

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