20. AUGUST 2018

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Höchster Umsatz in Unternehmensgeschichte


2017 war für Benteler das umsatzstärkste Jahr der rund 140-jährigen Unternehmensgeschichte: Die Benteler-Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von 7,856 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung um 433 Millionen Euro und 5,8 Prozent – verglichen mit dem Geschäftsjahr 2016.

Das EBIT übertrifft mit 206,8 Millionen Euro den Vorjahreswert um 8,2 Prozent. Das Konzernergebnis liegt mit 100,8 Millionen Euro leicht unter jenem von 2016 (110,9 Millionen Euro). Das ist auf die höhere Steuerquote, Sondereffekte im Vorjahr und höhere Zinszahlungen in 2017 zurückzuführen. Benteler hat im Geschäftsjahr 2017 die Grundlage geschaffen, um künftig in Zukunftsmärkte und -technologien zu investieren.

„Die Zahlen zeigen, dass wir auch bei hoher Marktvolatilität erfolgreich sind“, sagt Ralf Göttel, Vorstandsvorsitzender von Benteler International. Alle drei Divisionen erreichten 2017 ein deutliches Umsatzwachstum – „über dem des Marktes“, wie Ralf Göttel betont. Das sei die Grundlage für die künftige Unternehmensentwicklung: „Mit unseren Lösungen werden wir den Wandel der Mobilität formen“, sagt Ralf Göttel.

Ergebnisse der Divisionen
Die Division Automotive, mit 78,4 Prozent die umsatzstärkste Division, steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 6,296 Milliarden Euro. Sie erreichte das insbesondere durch das Engagement in den Wachstumsmärkten Asien, Osteuropa und Brasilien, wo sie durch Kundennähe die Chancen im Markt nutzte.

Der Umsatz der Division Steel/Tube erhöhte sich im Vergleich zu 2016 deutlich – um 24 Prozent auf 1,023 Milliarden Euro. Dies ist einerseits auf die gestiegene Nachfrage an Ölfeldrohren zurückzuführen. Andererseits greifen die Maßnahmen in der Operating Unit Welded.

Die Division Distribution, ihr Anteil am Gruppenumsatz beläuft sich auf 8,9 Prozent, profitiert von der verbesserten Marktsituation und dem gestiegenen Preisniveau: Der Umsatz im klassischen Rohrhandel erhöhte sich auf 716 Millionen Euro. Der Ausbau der Vertriebskompetenz sowie die Optimierung der Logistik – etwa durch das Zentrallager in Duisburg – wirkten sich positiv auf das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen aus: Es konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden.

Strategie 2022
„Wir befinden uns auf einem Wachstumspfad. Diesen wollen wir auch künftig fortsetzen. Darum werden wir die im Vorjahr entwickelte Strategie weiter konsequent umsetzen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Ralf Göttel. Die Strategie 2022 basiert auf drei Säulen:

Die Benteler-Gruppe wird sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren – im Bereich Automotive etwa auf die Produktion von Bauteilen aus warmgeformtem Stahl und Aluminium. Darum wurden im Berichtsjahr sowohl die Anteile am Faserverbundhersteller Benteler-SGL vollständig abgegeben, als auch der Vertrag für den Verkauf der Gießerei im norwegischen Farsund unterzeichnet.

Gezieltes Wachstum
Benteler investiert in zukunftsträchtige Technologien und Wachstumsmärkte. Für die Division Automotive bietet der Bereich Elektromobilität Chancen, vor allem in China. Im Berichtsjahr stellte Benteler das Benteler Electric Drive System – eine Systemlösung für Elektrofahrzeuge – in Asien vor. Denn dort wird schon in wenigen Jahren jedes zweite E-Auto produziert werden. In den gesättigten Märkten wie Deutschland soll vor allem die Profitabilität gesteigert werden.

Für die Division Steel/Tube liegen die Wachstumspotenziale in der Öl- und Gasförderung in den USA, wie an der Tonnage des Wahrrohrwerks in Shreveport im Bundesstaat Louisiana zu sehen ist: Sie konnte im Berichtszeitraum mehr als verdreifacht werden. Die Division Distribution expandiert im Bereich Rohranarbeitung und profitiert von der stark wachsenden Automobilproduktion.

„Benteler war stets dann erfolgreich, wenn mutig, ambitioniert und respektvoll gehandelt wurde“, so Isabel Diaz Rohr, Mitglied des Vorstandes. Darum bilden die Unternehmenswerte – Mut, Ambition und Respekt – die dritte Säule der Strategie. „Durch unsere Mitarbeiter ist Benteler ein verlässlicher und zugleich agiler Marktteilnehmer. Und genau das sind die Eigenschaften, die auch in Zukunft wichtig sein werden, um am Markt erfolgreich zu sein.“

Ausblick 2018
Die Division Steel/Tube konzentriert sich weiter auf die Internationalisierung, um neue Absatzmärkte zu erschließen. Ein Erfolgsfaktor für 2018 ist zudem die Erhöhung der Produktionsmengen für das Warmrohrwerk in Shreveport, USA. Die Division Distribution strebt eine Ergebnisverbesserung durch bessere Differenzierung an: Der Wertschöpfungsanteil wird durch individuelle Logistiklösungen, hochwertige Anarbeitungsleistungen und den Ausbau des Automobilzuliefergeschäfts in Osteuropa erhöht.

Langfristige Prognose
Die Steigerung der Profitabilität, die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und die Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit bleiben Basis für die Fünf-Jahres-Planung der Divisionen von Benteler. Bis 2022 soll der Umsatz auf über 11,3 Milliarden Euro steigen. Dieses Wachstum soll selbstfinanziert erfolgen, um die solide Finanzierungsstruktur der Gruppe zu bewahren. Denn durch sie kann die Benteler-Gruppe flexible Chancen im Markt ergreifen – in der nahen, aber auch der fernen Zukunft.

Datum:
30.03.2018
Unternehmen:
Bilder:
Benteler

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