22. JUNI 2018

zurück

kommentieren drucken  

Effizienz in einer neuen Dimension


Titelstory

Mit einer neu entwickelten Servopresse setzt Schuler die MSP-Baureihe fort: Nach den 1.000 und 2.000 Kilonewton starken Stanzautomaten bietet der Markt- und Technologieführer in der Umformtechnik nun auch eine Maschine mit 4.000 Kilonewton Presskraft, die über das neuartige Antriebskonzept verfügt.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  

Mit der MSP2-400 beweisen wir, dass eine wirtschaftliche Fertigung von gestanzten und umgeformten Teilen auch zu einem niedrigen Anschaffungspreis möglich ist«, erklärt der Schuler-Geschäftsführer Markus Bieg. »Diese neue Pressengeneration richtet sich an Kunden, die großen Wert auf ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis legen, ohne deswegen auf unsere flexible Servodirekt-Technik und eine einfache Bedienung verzichten zu wollen.« Pressen auf mittlerem Preisniveau stellen derzeit das wachstumsstärkste Segment im weltweiten Markt für Umformtechnik dar, deshalb spielt die MSP2-400 eine sehr wichtige Rolle für Schuler.

Antriebsstränge mechanisch entkoppelt

Wie bei der Twinservo-Technik von Schuler werden in der Presse zwei ausschließlich elektronisch synchronisierte Antriebsstränge in gegenüberliegender Anordnung eingesetzt. Sie bestehen aus einem hochdynamischen Servomotor, einem Bremsmodul und einer Exzenterwelle, die wiederum aus einem Pleuel, einem Kniegelenk für einen steifen und geräuscharmen Betrieb sowie einem Stößel aufgebaut ist. Dadurch ergeben sich ähnliche Vorteile wie bei der Twinservo-Technik: Die weit außen liegenden Druckpunkte verbessern die Kippsteifigkeit und erlauben dabei eine größere außermittige Belastung.

Hinzu kommen die Vorteile der bewährten Servodirekt-Technik von Schuler: Im Pendelhubbetrieb lässt sich im Vergleich zu konventionell angetriebenen Pressen eine Steigerung der Ausbringungsleistung realisieren, die Hubhöhe ist zwischen 60 und 300 Millimetern individuell einstellbar. Die Aufspannfläche von Tisch und Stößel beträgt dabei 2.500 auf 1.200 Millimeter. Der Stößel ist – wie auch der einteilige Pressenkörper – in einer spannungsarm geglühten Stahl-Schweißkonstruktion ausgeführt.

Zulieferbetrieb in Ostdeutschland erster Anwender

Die erste Presse vom Typ MSP2-400 wird geht an einen Automobilzulieferer in Ostdeutschland. Zur Presse liefert Schuler auch die passende Bandanlage. Eine einfache Bedienung war ein wichtiges Entwicklungsziel: Fünf von Schuler vorprogrammierte Stößelbewegungskurven zum Umformen, Schneiden, Prägen, Biegen und Ziehen lassen sich über den intuitiv bedienbaren Touchscreen auswählen.

Der Kniegelenkantrieb ermöglicht bereits durch seinen Aufbau geringe Stößelgeschwindigkeiten während der Umformphase. Durch die individuelle Anpassung der Bewegungsabläufe an die Prozessparameter erhöhen sich sowohl die Präzision der gefertigten Bauteile als auch die Werkzeugstandzeiten.

Der optional erhältliche Optimizerpro erlaubt auch eine komplett freie Programmierung der Stößelkinematik. Der integrierte Wartungsplan sorgt für Prozesssicherheit: Abhängig von Betriebsstunden und Hubzahl zeigt die Software fällige Wartungsarbeiten an. Und die Einricht- und Try-out-Funktionen verkürzen nicht zuletzt die Einarbeitung der Werkzeuge.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  
Ausgabe:
bbr 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
Schuler
Schuler
Schuler
Schuler

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 5-2018

bbr Sonderhefte und Supplements