20. AUGUST 2018

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Deutsche Flagge in China hissen


Nach einer Durststrecke nimmt China, wichtigster Markt für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie, wieder Fahrt auf. Grund genug für den VDW, das zweite Technologiesymposium in China auszurichten. Anfang Dezember waren 20 deutsche Werkzeugmaschinenhersteller in Tianjin, Chengdu und Shenzhen unterwegs.

Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW, erläutert: „Wir haben die drei Metropolen für unser Symposium ausgewählt, weil hier wichtige Abnehmerbranchen ihre Hochburg haben und unsere Mitglieder in der chinesischen Provinz mehr Unterstützung bei der Marktbearbeitung benötigen als etwa in Beijing oder Shanghai.“

Hochburgen der Industrie
Tianjin gilt als die führende Freihandelszone Chinas. Allein 142 Unternehmensgruppen unter den 500 weltweit größten Konzernen haben hier ihren Sitz, darunter Toyota, Samsung, VW, Continental, Honeywell, Siemens und Airbus. Chengdu ist für den Triebwerksbau bekannt und unter anderem Sitz der Luftfahrtkonzerne Avic und AECC Aero Science and Technology. Shenzhen schließlich hat sich als Elektronik-Hub profiliert, in der etwa der Mobilfunk-Gigant Huawei residiert.

Falk Herkner, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing von der Werkzeugmaschinenfabrik Waldrich Coburg, schätzt die Teilnahme am VDW-Symposium: „Wir wollen Flagge zeigen im Sinne von „Made in Germany“, und wir versprechen uns dadurch neue Kundenkontakte.“

Der chinesische Werkzeugmaschinenmarkt ist im ersten Halbjahr 2017 um vier Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gestiegen. Davon profitieren die bislang schwachen Importe, die im zweiten Quartal kräftig ins Plus drehten. Deutschland ist nach Japan der zweitwichtigste Lieferant für die chinesische Industrie. Nach zwei rückläufigen Jahren stiegen die deutschen Lieferungen im ersten Halbjahr 2017 um 18 Prozent. Damit bleibt China auch weiterhin der mit Abstand wichtigste Markt für die deutschen Anbieter.

Zahlreiche Hersteller mit von der Partie
Das sehen auch die Teilnehmer am VDW-Symposium so. Mit von der Partie waren Unternehmen wie Alzmetall, Chiron, Heller, Hermle, Index, Kapp Niles, Leistritz, Liebherr, FFG, Mauser, Mikron, Open Mind, Samag, Siemens oder Waldrich Coburg.

Die Nachfrage der chinesischen Automobil- und Zulieferindustrie ändert sich hin zu flexibleren Lösungen. „Die Kunden benötigen nach wie vor hohe Produktionsleistung. Aufgrund der zu erwartenden höheren Produktflexibilität werden wir mit stetig steigenden Anforderungen konfrontiert“, so Wolfgang Römpp, Vertriebsleiter Technik bei Mauser.

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer liefert jedoch nicht nur Maschinen aus Deutschland, sondern ist auch vor Ort mit Vertrieb, Service, Instandhaltung, Schulung oder Produktion aktiv. „China ist ein wichtiger Markt. Die deutschen Maschinenhersteller bieten ein breites Spektrum, das in China hervorragend nachgefragt wird. Daher ist es wichtig, im chinesischen Markt mit einer Niederlassung vertreten zu sein“, weiß Hongwen Li, General Manager China, Index Trading.
 
Hightech-Lösungen im Mittelpunkt
China will die eigene Produktion deutlich aufrüsten. Deshalb verfolgten die chinesischen Teilnehmer des VDW-Symposiums die Vorträge der deutschen Anbieter mit großem Interesse. Im Mittelpunkt der Präsentationen standen Hightech-Systemlösungen.

Offizielle Stellen in China betrachten die VDW-Aktivitäten wohlwollend. Leo Huang, Executive Vice President der Foshan Nanhai Machinery Equipment Association, hob in seiner Eröffnungsrede in Shenzhen hervor: „Für Investitionsentscheidungen chinesischer Unternehmen ist die Teilnahme an dieser Veranstaltung sehr wichtig, denn die Vorträge zeigen in komprimierter Form das vielfältige Angebot der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie.“

Datum:
17.01.2018
Unternehmen:
Bilder:
VDW
VDW

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