Effiziente Spülwasseraufbereitung

Nachhaltig und wirtschaftlich produzieren – das wünschte sich Zinkpower Coating. Das Unternehmen ist auf die Pulverbeschichtung von Bauteilen aus Stahl und Aluminium spezialisiert. Zur Prozesswasseraufbereitung setzt es ein Vacudest-Vakuumdestillationssystem von H2O ein.

06. November 2018
Dank Energie-Recycling sind Vacudest-Vakuumverdampfer hinsichtlich Optimierung der Energieeffizienz und Einsparung von Betriebskosten führend. (Bild: H2O)
Bild 1: Effiziente Spülwasseraufbereitung (Dank Energie-Recycling sind Vacudest-Vakuumverdampfer hinsichtlich Optimierung der Energieeffizienz und Einsparung von Betriebskosten führend. (Bild: H2O))

Zinkpower Coating Schopsdorf eröffnete 2016 seine neue Pulverbeschichtung für Bauteile aus Stahl, feuerverzinktem Stahl und Aluminium mit Abmessungen bis 10 mal 1,2 mal 3,2 Meter und einem Stückgewicht bis 1,5 Tonnen. Die Produktionsanlage gewährleistet eine weitestgehend ausgasungsfreie Pulverbeschichtung in Architekturqualität.

Bei der Vorbehandlung zur Pulverbeschichtung von Bauteilen fallen rund 4.000 Kubikmeter Spülwasser jährlich an. Diese kommen aus der alkalischen oder sauren Entfettung, dem Passivieren oder den VE-Spülen. Dieses Spülwasser kann entweder durch einen Fachbetrieb entsorgt oder konventionell chemisch/physikalisch aufbereitet und in die öffentlichen Netze eingeleitet werden. Beides ist kostenintensiv und nicht mehr auf dem Stand der heutigen nachhaltigen Umweltstandards.

Nachhaltige Lösung

Besser macht es das Abwasser-Aufbereitungssystem von H2O aus dem süddeutschen Steinen. Das mit Vacudest-Vakuumdestillationsanlagen aufbereitete Wasser ist ideal für den Prozess geeignet und kann bei Zinkpower bedenkenlos als Spülwasser wiederverwendet werden. Über einen Ionentauscher nachbehandelt, bietet es beste VE-Wasser-Qualität und schont wertvolle Frischwasserressourcen. Die beim Verdampfen zurückbleibenden Verschmutzungen können kostenminimiert entsorgt werden.

Seit der Gründung der Unternehmensgruppe 1973 haben ökologische Aspekte die Entscheidung und Entwicklung der Standorte mitbestimmt. So zahlt sich das nachhaltige Engagement für den Umweltschutz und die Schonung der natürlichen Ressourcen für die Inhaberfamilie aus. Deshalb entschied sich Zinkpower für ein Vakuumdestillationssystem der Größe L 4.500 mit Clearcat.

Glasklares Destillat

Die Vakuumdestillation ist ein leistungsfähiges Trennverfahren zur Separation hochsiedender Verunreinigungen aus industriellen Prozesswässern. Trotzdem können besonders Öle und Fette nicht vollständig mit der Destillation abgetrennt werden. Dieser Effekt kann zu einer Eintrübung des Destillates führen. Gängige Nachbehandlungen basieren auf Koaleszenz-Abscheidern und Aktivkohlestufen. Neben den laufenden Kosten kommt auch noch die teure Nachbehandlung hinzu.

Nicht so mit der H2O-Clearcat-Technik – diese garantiert eine hohe Destillatqualität ohne den Einsatz der sonst üblichen Nachbehandlung und Verbrauchsmaterialien. Diese Zusatzoption für das Vacudest-Vakuumdestillationssystem erlaubt die sichere und effiziente Aufbereitung von öl- und fetthaltigen Industrieabwässern in einem einzigen Prozessschritt.

Das Funktionsprinzip der Clearcat-Kondensationsstufe beruht auf physikalischen und katalytischen Effekten. Daher benötigt diese Technik weder Energie, noch Hilfs- oder Betriebsstoffe. So verbessert H2O die Qualität des aufbereiteten Wassers und setzt neue Maßstäbe. Das Destillat wird damit farblos und klar. Erreicht wird damit auch eine CSB-Reduzierung – um bis zu 60 Prozent besser als bei herkömmlichen Destillationssystemen. Damit hat H2O letztendlich auch die verantwortlichen Mitarbeiter bei Zinkpower überzeugt.

Geringe Betriebskosten

Ausschlaggebend für die Vacudest-Anlage waren zudem die geringeren Betriebskosten aufgrund der einfachen chemischen Reinigung. Härtebildner im Wasser und andere Verunreinigungen können den Wärmetauscher belegen und sorgen für erhöhten Energiebedarf und Aufwand für Wartung und Reinigung. Das Problem ist auch aus dem Haushalt bekannt – beispielsweise beim Wasserkocher. Bei Vakuumverdampfern ist das Risiko der Belagbildung um ein Vielfaches höher.

Hier hilft die Activepowerclean-Technik: Activepowerclean steht für eine Entwicklung, die kleine Keramikkugeln zur kontinuierlichen Wärmetauscher Reinigung einsetzt. Durch den Naturumlauf des Prozesswassers im Wärmetauscher werden die Keramikkugeln ständig „mitgekocht“ und reinigen die Oberfläche schon im Prozess. Hier gilt also: Belagvermeidung statt Belagbehandlung!