Wasserstrahlgeführte Lasertechnik

Das Schweizer Unternehmen Synova lanciert eine neue CNC-Laserschneidmaschine mit fünf Synchronachsen, um komplexe 3D-Geometrien zu bearbeiten. Zu den Anwendungen gehören die Bearbeitung von Verbundwerkstoffen und Industriediamanten für den Werkzeugbau.

05. Oktober 2018
Fünf-Achs-Laserschneidsystem für anspruchsvolle 3D-Anwendungen in der Werkzeug- und Luftfahrtindustrie (Bild: Synova)
Bild 1: Wasserstrahlgeführte Lasertechnik (Fünf-Achs-Laserschneidsystem für anspruchsvolle 3D-Anwendungen in der Werkzeug- und Luftfahrtindustrie (Bild: Synova))

Das flexible Laser-Microjet-System ermöglicht die 3D-Bearbeitung großer Vielzahnwerkzeugen aus ultraharten Materialien wie PKD, MKD, Naturdiamant oder Wolframkarbid mit glatten Schnittflächen und scharfen Kanten. Die Maschine mit zwei dynamischen Torquemotor-Drehachsen erlaubt außerdem das Anfasen für K-Land-Kanten und mehrere Freiwinkel. Durch den Werkzeughalter HSK 63 können Werkstücke schnell und genau ausgetauscht werden.

Keramische Faserverbundwerkstoffe bearbeiten

Die LCS 305 mit wasserstrahlgeführter Lasertechnik ist das einzige Lasersystem, das in der Lage ist, Teile aus keramischen Faserverbundwerkstoffen zu bearbeiten und gleichzeitig das Material vor Wärmeeinflüssen zu schützen. Das leichte, hitzebeständige Material wird für Triebwerkskomponenten in Heißbereichen verwendet, um die Effizienz von Flugzeugen zu verbessern.

„Das Problem von Wärmeeinflusszonen und Mikrorissen wird durch die Laser-Microjet-Systeme von Synova erheblich gemildert", sagt Dr. Bernold Richerzhagen, Gründer und CEO von Synova. „Der LMJ wurde bereits erfolgreich zum Bohren von Löchern und zum Schneiden von CMC-Mänteln eingesetzt und hat die notwendige Präzision und Zuverlässigkeit für solche Anwendungen bewiesen", ergänzt Richerzhagen.

Flexibel integrierbar

Die CNC-Maschine ›LCS 305‹ umfasst die CAD/CAM-Software ›Synova Cut 5.0‹, einen integrierten Laserleistungsmesser, einen Positionssensor und eine automatische Korrektur des Strahlwinkels. Sie kann flexibel in die Produktion integriert werden – als eigenständiges System oder in automatisierte Linien zur bedienerlosen Großserienfertigung.