25. SEPTEMBER 2018

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Leichtbau für Autositze


Fahrzeugsitze müssen den enormen Kräften widerstehen. Daher werden oft hochfeste Werkstoffe verbaut. Der Automobilzulieferer Adient hat jetzt nachgerüstet: Die Pressenlinien des Werks wurden um drei Bandzuführanlagen mit Richtmaschinen von Schnutz erweitert.
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Vor der Vergabe der Aufträge führte Adient umfangreiche Tests bei unterschiedlichen Anbietern durch. „Wir haben überprüft, ob die Anlagen für die komplexen und mehrstufigen Umformprozesse von hochfestem Stahl geeignet waren“, berichtet Dr. Lutz-Stefan Henrich, Geschäftsführer bei Schnutz. „Da wir viel Erfahrung im Richten von anspruchsvollen Werkstoffen wie hochfesten Stählen und Aluminium haben, erhielten auch wir eine Anfrage.“

Im Siegener Technikum konnte Schnutz den Automobilzulieferer im Rahmen der gemeinsamen Richtversuche von der Qualität seiner Anlagen überzeugen. Deswegen entschied sich Adient dazu, seinen Maschinenpark für die Bearbeitung hochfester Werkstoffe um drei Bandzuführanlagen samt Hochleitungsrichtmaschine von Schnutz zu erweitern.

Analyse im Vorfeld
Im Presswerk von Adient in Solingen werden auf mehreren Linien Sitzschienen hergestellt. „Das verwendete hochfeste Material erfordert eine besondere Behandlung, um die gewünschte Planlage bei optimaler Eigenspannung im Bandmaterial zu erreichen“, so Henrich. „Nur wenn die Geometrie der Richtmaschine zum jeweiligen Produkt passt, lassen sich beste Ergebnisse erzielen.“

Daher analysierte Schnutz mithilfe von Simulationsprogrammen die Arbeitsprozesse und das plastische Umformverhalten der verwendeten Werkstoffe, sodass die Anlagen entsprechend den kundenspezifischen Anforderungen modifiziert werden konnten. Mit den Ergebnissen dieser Richtversuche war es den Fachleuten möglich, Konstruktionsparameter wie Anzahl und Durchmesser der Richtwalzen auf das Material des Kunden abzustimmen.

„Für Befestigungselemente in der Automobilindustrie muss trotz des geringen Gewichts gleichzeitig auf eine hohe Belastbarkeit Wert gelegt werden“, berichtet Henrich. „Die Sitzschienen werden daher aus hochfesten Stahlwerkstoffen gefertigt. Gleichzeitig muss aber auch auf ein hohes plastisches Formänderungsvermögen der eingesetzten Stahlwerkstoffe geachtet werden.“ Der mit steigenden Steckgrenzen einhergehende hohe Umformwiderstand der Stähle stellt dabei besondere Anforderungen an die Anlagentechnik.

Optimale Planheit und Beseitigung der Schüsselform
Bei den neuen Anlagen handelt es sich um jeweils eine Richtmaschine mit integrierter Einführeinheit, um einen Bundhubwagen, einen Abhaspel, eine Schlaufenausrüstung und die entsprechende Automatisierung samt Sicherheitstechnik. „Die Coils werden vom Bundhubwagen auf den Abhaspel geschoben“, erläutert Henrich den Prozess.


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Datum:
11.09.2018
Unternehmen:
Bilder:
Schnutz

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