22. OKTOBER 2018

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Klare Verhältnisse beim Entmagnetisieren


Besonders bei schlanken Bauteilen wie Rohren, Stangen oder Drahtmaterial können externe Magnetfelder die Qualität der Entmagnetisierung negativ beeinflussen. Maurer Magnetic hat für solche Fälle ein System zur Kompensation konstanter externer Magnetfelder entwickelt.

Durch den Einfluss externer Magnetfelder kann es vorkommen, dass zwei gleiche Entmagnetisierungsanlagen an verschiedenen Aufstellorten unterschiedlich gute Ergebnisse produzieren. MFC neutralisiert diese externen Einflüsse und garantiert so eine tiefe, orts- und lageunabhängige Entmagnetisierung.

Das System besteht aus zwei Spulen und einem Steuergerät. Die Spulen sind bei der Montage auftrennbar, was die Integration des MFC in bestehende Entmagnetisier- und Fördereinrichtungen erleichtert. Das Schweizer Unternehmen unterstützt die Anwender bei der korrekten Inbetriebnahme des Systems. Vertriebsleiter Oskar Schulthess erklärt: „Die besten Ergebnisse erzielt MFC zusammen mit einer Entmagnetisierungsanlage mit ausreichender Feldstärke.“

Einstellungen abspeicherbar
Derzeit sind Spulenmodule mit Wirköffnungen von 225 und 250 Millimetern lieferbar. Die Grundeinstellung auf die lokalen Verhältnisse erfolgt zunächst über die Wahl der Windungszahl der Spulen. Der Benutzer selber justiert Spulenspannung und -strom über ein Stellrad und passt damit die Anlage präzise an das Material und die äußere Form unterschiedlicher Produkte an.

Bis zu vier Kompensationseinstellungen können abgespeichert und jederzeit über Tasten abgerufen werden. Schulthess: „Die Anpassung der Kompensation auf unterschiedliche Produkte mit ähnlichen Eigenschaften ist ohne Rüstaufwand möglich. Über eine potentialfreie Schnittstelle wird das System gesteuert und überwacht; es können auch gespeicherte Kompensationseinstellungen vorgewählt werden.“

Schlanke, längsorientierte Bauteile mit hoher Permeabilität, wie Stangen oder Rohre, „bündeln“ externe Magnetfelder besonders stark, wenn sie parallel zu deren Feldlinien ausgerichtet sind. Dadurch wird im Bauteil ein magnetischer Fluss induziert. Dieser überlagert den Fluss der durch das Wechselfeld der Entmagnetisierspule erzeugt wird. Der resultierende magnetische Fluss und damit die Entmagnetisierung im Werkstück wird asymmetrisch, sie erfährt einen Offset.

Tiefe Entmagnetisierung ermöglicht
Ein ähnlicher Effekt tritt auch bei einer ausgeprägten Längs- oder Dipol-Magnetisierung des Bauteils auf, die während der Entmagnetisierung gegen das Feld der Entmagnetisierspule „drückt“ und dieses verschiebt. MFC erzeugt ein präzise einstellbares Gegenfeld zum Umgebungsfeld, kompensiert diese Verschiebung und macht so eine tiefe Entmagnetisierung möglich.

Datum:
17.07.2018
Unternehmen:
Bilder:
Maurer
Maurer

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