22. JUNI 2018

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Routenzug mit Einzelshootertechnik


Die Logistik bildet einen Grundstein für reibungslose Abläufe in Produktionsbetrieben: Wird das Material dort schnell und zuverlässig an die jeweilige Stufe in der Prozesskette geliefert, spart das Zeit und Kosten. Für solche Fälle hat CSP den Routenzug ITS-S mit Einzelshootertechnik entwickelt.

„Die Intralogistik hat einen erheblichen Anteil daran, dass Produkte fristgerecht ausgeliefert werden können. Umso wichtiger ist es für das Unternehmen, die innerbetrieblichen Transportprozesse auf ihre Effizienz zu prüfen“, erklärt Harald Späth, Geschäftsführer von CSP.

Besonders gilt dies für Routenzugsysteme mit automatischer Beladung. Werden diese richtig eingesetzt, kann hier viel Zeit gespart werden. Gleichzeitig wird die Gesundheit der Logistikarbeiter geschont: Diese müssen das Material nicht mehr von Hand auf den Anhänger heben und anschließend wieder herunternehmen. Bei einem Routenzug mit Shootertechnik entfallen manuelle Be- und Entladevorgänge komplett.

Effizienz des Logistikprozesses erhöhen
„Meistens haben gewöhnliche Routenzüge mit Shootertechnik drei Spuren pro Anhänger. Diese lassen sich nur im Verbund steuern. Besitzt ein Supermarkt zwei Spuren, muss der Zugführer die Be- und Entladung per Hand vornehmen“, so Späth. Um solche Probleme zu vermeiden, wurde bei CSP deshalb ein Routenzugsystem mit Einzelshootertechnik entwickelt. Damit lassen sich alle Spuren unabhängig voneinander steuern.

Der Routenzugführer kann vom Zugfahrzeug aus selbst darüber entscheiden, welche Spuren entladen werden sollen. Möglich wird dies zum einen dadurch, dass jede einzelne Spur am Anhänger auf Wunsch mit einem eigenen motorischen Antrieb ausgestattet wird, sodass der Anhänger beliebig in beide Richtungen be- und entladen werden kann.

Zum anderen sorgen Einzelplatzabfrage, Datenlichtschranken, ein Barcode-Positioniersystem sowie weitere Optionen der Kopfsteuerung für eine individuelle Kontrolle der Transportvorgänge. Das Zugfahrzeug hat darüber hinaus ein Bedienpanel, das an die Kopfsteuerung anschließbar ist. Dadurch kann sowohl auf einen Handshooterwagen verzichtet werden.

Beliebige Be- und Entladereihenfolge
Doch nicht nur der Transport von vollen KLT-Ladungsträgern wird vereinfacht – auch der Leerguttransport kann effizienter gestaltet werden. Bei herkömmlichen Routenzügen wird das Leergut an den Supermarktplätzen grundsätzlich auf drei Spuren an den Anhänger übergeben. Hier ist keine Leergutvariationsmöglichkeit je Spur möglich.

Bei einem Routenzug mit Einzelshootertechnik ist es dagegen einfacher, die Route bereits im Vorfeld individuell entsprechend der Leergutanforderung zusammenzustellen, weil jede Spur am Anhänger mit jeder Leergutspur am Supermarkt kombiniert werden kann. Die Reihenfolge des Beladens ist unabhängig von der Entladereihenfolge – dadurch kann auch die Fahrtrichtung beliebig gewählt werden.

Wird der Routenzug in Kombination mit von CSP konstruierten Regal- und Supermarkteinheiten installiert, kann zusätzlich Zeit bei den Übergabevorgängen gespart werden: „Sobald der Routenzugführer in den Bereich der KLT-Übergabe einfährt, wird der Routenzug über eine Längszentrierung zur stationären KLT-Rollenbahn auf Abstand gehalten“, erläutert Späth.

Über eine dort installierte Sensorik sowie weiteren Sensoren am Routenzug wird dem Fahrer anschließend vermittelt, dass er sich an der optimalen Übergabeposition befindet. Erst dann werden auch die Sperrklappen an der Übergabestation geöffnet, sodass mit dem Be- und Entladen begonnen werden kann. Da der Supermarkt elektrisch angetriebene Friktionsrollen hat, geschieht das vollautomatisch.

Einzelshootertechnik senkt Ausfallquote
Um zu wissen, welche Anhänger belegt und welche frei sind, muss der Zugführer nicht eigens seinen Platz verlassen und den Beladezustand der Anhänger prüfen. Ein Display am Zugfahrzeug gibt die Einzelplatzbeladezustände an und informiert über die aktuellen Bestände auf dem gesamten Transportsystem.

Über das Display erfährt der Fahrer auch durch einen Annäherungsbalken, wie weit er noch von der nächsten Quelle oder dem Supermarkt weg ist. Dadurch kann er besser einschätzen, wann die optimale Parkposition erreicht ist, um die Anhänger ohne Verzögerungen be- und entladen zu können.

Doch was passiert, wenn eine Spur am Anhänger defekt ist? „Bei den bisherigen Routenzugsystemen ist der Anhänger als eine Einheit konzipiert“, erklärt Späth. „Fällt eine Spur aus, funktionieren auch die anderen beiden Spuren nicht mehr und der Anhänger kann nicht mehr eingesetzt werden.“

Dagegen ist bei der Einzelshootertechnik jede Spur auch als Einzeleinheit aufgebaut; folglich muss bei einem Ausfall einer Spur nur die betroffene Spur ausgetauscht werden. Zudem lässt sich jede Spur einzeln abschalten. Kann die defekte Spur nicht sofort repariert werden, hat der Anhänger zwei weitere funktionsfähige Spuren, sodass der Routenzug im Notfall auch weiterhin genutzt werden kann. 

Datum:
28.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
CSP

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