19. JUNI 2018

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Big Data sammeln, Smart Data nutzen


Die intelligente Fabrik erhöht die Produktivität um 20 bis 30 Prozent, da alle Vorgänge auf einer IT-Plattform in Echtzeit erfasst und Fehler sofort erkannt werden. Wichtig ist, dass die Datenflut in nützliche Informationen umgewandelt wird. Wie das geht, stellt Forcam in seiner Serie „Industrie 4.0 in der Praxis“ vor.

Franz Gruber, CEO von Forcam, erklärt: „Es geht darum, Big Data in Smart Data zu verwandeln und alle Ergebnisse via Cloud automatisch in Echtzeit zu visualisieren.“ Datenmasse in Datenklasse verwandeln – das ist ein entscheidender Punkt. Denn, wenn nicht ordentlich geplant wird, steht nach dem Vernetzen der Maschinen ein verwirrender Daten-Tsunami zur Verfügung.

Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund
Die Smart Factory benötigt smarte Daten, die automatisiert und bedienerfreundlich zur Verfügung stehen. Schließlich wachsen die Anforderungen an eine moderne Fabriksteuerung durch immer neue Produktvarianten und kürzere Lebenszyklen. Je flexibler und nutzerfreundlicher die Technologie, desto größer ist deren Akzeptanz.

Es geht um einfaches Konfigurieren, Visualisieren, Analysieren und Reagieren – bis hin zu Alarmfunktionen. Wer schnell sehen will, ob 300 Maschinen einwandfrei laufen, benötigt eindeutige Charts und Grafiken. Gleiches gilt für Total-Productivity-Management-(TPM-)Audits einzelner Maschinen oder für TPM-Inseln, in denen sich Mitarbeiter informieren und Computer-Tools zur Verfügung haben.

Die richtige Information zur richtigen Zeit
• Management: Gesamtanlageneffektivität OEE
• Bereichsleiter: aktueller Status der Produktion
• Produktion: gezielte Fehleranalyse nach Störgründen
• Instandhaltung: gezielte Fehleranalyse unter technischem Blickwinkel
• Planung: aktueller Produktionsfortschritt je Auftrag
• Qualität: Ableitung wirkungsvoller Analysen.

Beitrag zu einer modernen Führungskultur
Industrie 4.0 „fliegt“ mit nur zwei Flügeln: mit Technik 4.0 und mit einer Unternehmenskultur 4.0. Diese neue Unternehmenskultur muss durch einen modernen Führungsstil vorgelebt werden. Führungskräfte agieren als Motivatoren statt als Kommandogeber. Die neue Leistungskultur drückt sich in transparenten Kennzahlen aus.

Hauptinstrument des Führens nach Kennzahlen sind digital erfasste, transparente Soll-/Ist-Vergleiche. Nutzerfreundliche Visualisierungen, die eine ordentliche Aufgabenlösung wie das Management von Feindaten ermöglichen, sind ein wichtiger Motor. So können alle in ihrem Aufgabenbereich eigenverantwortlich steuern und gegensteuern und so letztlich zur Steigerung der wichtigsten unternehmensweiten Kennzahl beitragen.

Parallel zur Einführung einer Industrie-4.0-Technologie wie Forcam Force ist ein begleitender Change-Management-Prozess notwendig, damit die neu gewonnenen Echtzeitdaten sinnvoll in der KVP-Organisation genutzt werden.

Checkliste Fertigungsdaten-Management
• Alle notwendigen Informationen stehen automatisiert in Echtzeit zur Verfügung.
• Alle Informationen sind visualisiert und einfach zu verwalten.
• Aufträge werden automatisch vom ERP-System übernommen und mit weiteren Systemen verknüpft.
• Hilfsmittel für die Maschine können als Datei verwaltet werden.
• Schlüsselbegriffe sind frei definierbar und werden am Werker-Client dargestellt.
• Der Datenimport und -export zu Dokument-Systemen läuft voll automatisiert.
• Parallel zur Ablage in einer Datenbank können Dokumente in einem separaten Verzeichnis abgelegt werden.
• Eine vollautomatische Überwachung und Sicherung der NC-Programme ist möglich.

Datum:
27.02.2018
Unternehmen:
Bilder:
Forcam

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