25. SEPTEMBER 2018

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Summertime


Editorial

Nicht nur die Wetterlage, sondern auch das Thema Zeitumstellung hat in der ersten Augusthälfte die Gemüter erhitzt. Stärkstes und einziges Argument der „Sommerzeit“-Befürworter: Man könne abends länger im Biergarten sitzen.

Das ist richtig, also das mit dem Sitzen, das Argument ist dagegen zumindest fragwürdig, sowohl moralisch als auch ökonomisch. Im Klartext heißt das: Man kann sich eine Stunde länger alkoholisieren, hat aber eine Stunde weniger für den Alkoholabbau. Folglich begibt man sich in bedenklichem Zustand, nämlich übermüdet (weil man auch eine Stunde weniger Schlaf hat) und restalkoholisiert auf die Straße und an den Arbeitsplatz. Das kann nicht gut sein. Wer auf lange Abende steht, könnte auch seinen eigenen Wecker umstellen und dank Gleitzeit eine Stunde früher mit der Arbeit beginnen und aufhören, statt alle anderen von März bis Oktober mit Nachtarbeit zu drangsalieren.

Wie sagte schon Friedrich von Schiller: „Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen.“ Mal sehen, was das EU-Parlament beschließt. Leider ist der Spuk mit der Sommerzeit dieses Jahr erst am Wochenende nach der Euroblech wieder vorbei. Die Messe wird trotzdem ein Erfolg werden – für uns alle.

Datum:
23.08.2018
Bilder:
© Henrich Publikationen

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