20. AUGUST 2018

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Hochleistungsmetalle für den Leichtbau


Mitte Juni feierten die Ranshofener Leichtmetalltage in Linz Jubiläum: Zum zehnten Mal versammelte das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen rund 120 Werkstoffwissenschaftler und Experten aus der Leichtmetallbranche zum zweitägigen Branchentreffen und Fachaustausch.

Bei der Jubiläumsveranstaltung drehte sich alles um Hochleistungsmetalle und Prozesse für den Leichtbau der Zukunft. Die Mischung an Vorträgen aus der universitären, außeruniversitären und industriellen Forschung lieferte einen aktuellen Überblick über die Themen Werkstoffentwicklung und Materialcharakterisierung, experimentelle und numerische Prozessentwicklung sowie Zukunftstechnologien im Leichtbau.

Veranstalter DI Andreas Kraly, Geschäftsführer des LKR, freut sich über die gelungene Jubiläumsveranstaltung: „Eine große Bandbreite und ein hoher Qualitätsanspruch an die wissenschaftlichen Vorträge – das sind die Markenzeichen der Ranshofener Leichtmetalltage. Mit der zehnten Tagung wird den Ansprüchen an Hochleistungswerkstoffe und deren Verarbeitung zu Komponenten für den emissonsarmen Transport und damit der Dekarbonisierung Rechnung getragen.“

Highlights 2018 
2018 gab es einige Neuerungen im Konferenzkonzept, die laut Veranstalter sehr gut angekommen sind. Um Konferenzteilnehmer und Industrieaussteller ins Gespräch zu bringen, kamen dieses Jahr erstmals auch die Sponsoren Aluwag, Amag Austria Metall, Cest Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie und Zwick auf der Bühne zu Wort. Sie stellten ihr Unternehmen oder Produkt in drei Minuten vor.

Über ein digitales Konferenztool am Smartphone oder Tablet haben die Tagungsteilnehmer während der Session und der Podiumsdiskussion Fragen an den Referenten oder Moderator gestellt. Diese Konferenz-Neuheit wurde in der Feedback-Befragung als überdurchschnittlich gut bewertet.

Den Höhepunkt des ersten Konferenztages bildete die Podiumsdiskussion mit fünf Branchenexperten zum Thema „Magnesium – Nischenmaterial oder Hoffnungsträger?“. Moderator Andreas Jäger (ORF III) hakte bei einigen Diskkussionpunkten kritisch nach und forderte von den Diskutanten konkrete Aussagen:

• Prof. Jürgen Hirsch: „Ausgefeilte Simulationsmodelle erlauben heute ein Through Process Modelling und helfen dabei, aufwendige Betriebsversuche einzusparen und Entwicklungszeiten und -kosten drastisch zu verkürzen.“

• Prof. Karl Ulrich Kainer: „Die `Ein-Werkstofflehre´ gibt es bekanntlich nicht - es wird immer einen Wettbewerb der Werkstoffe geben. Magnesium findet seinen definierten Anwendungsbereich im Kreise von metallischen Werkstoffen und Verbundwerkstoffen umso besser, je weiter das Eigenschaftsspektrum der Guß- und Knetwerkstoffe weiterentwickelt wird.“

• Prof. Helmut Antrekowitsch: „Die wirtschaftliche Anwendung von Magnesium in Form großtechnischer Anwendungen ist dann wesentlich verbessert, wenn umfassende Recycling-Konzepte für Magnesiumwerkstoffe etabliert werden.“

Datum:
13.07.2018
Unternehmen:
Bilder:
Austrian Institute of Technology
Austrian Institute of Technology
Austrian Institute of Technology
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