11. DEZEMBER 2018

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Der Mittelstand wird digital


Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum „Mit uns digital!“ setzt seine Arbeit fort: Nach einer dreijährigen Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium mit 5,3 Millionen Euro hat das Ministerium eine Förderung für weitere zwei Jahre bis Ende November 2020 bewilligt.

„Die Bewilligung des Fortsetzungsantrags bestätigt unsere erfolgreiche Arbeit“, freut sich Prof. Dr. Berend Denkena, Vorstandssprecher des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Hannover. Ziel des Kompetenzzentrums ist, kleine und mittlere Unternehmen für die digitale Zukunft fit zu machen. Denkena: „Der Wissenstransfer von der Hochschule in den Mittelstand ist wichtig für unsere Entwicklung. Mehr als 90 Prozent aller Betriebe in Niedersachsen sind kleine und mittlere Unternehmen. Ihr Umsatzanteil an der Wertschöpfung beträgt mehr als 40 Prozent.“

Kennzahlen für die ersten drei Jahre übertroffen
Fast 500 Gespräche mit kleinen und mittleren Unternehmen hat das Zentrum bis jetzt vor Ort geführt. 18 Projekte mit Unternehmen zur Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen haben Zentrumsmitarbeiter begleitet. 160 Schulungen, 90 Livedemonstrationen und 65 Infoveranstaltungen hat das Zentrum ausgeführt. 32-Mal war es mit seiner mobilen Fabrik, einem umgebauten Linienbus, unterwegs in ganz Niedersachsen. „Wir haben unsere Kennzahlen für die ersten drei Jahre übertroffen“, freut sich Geschäftsführer Rehe.

Für die zweite Förderperiode haben die Zentrumsmitarbeiter neue Angebote geplant. Rehe: „Die Evaluation unserer Arbeit hat ergeben, dass wir uns in bestimmten Bereichen noch verbessern können.“ So hat "Mit uns digital!" mobile Schulungen entwickelt, um Kleinstunternehmen direkt vor Ort anzusprechen. „Damit begegnen wir dem Hindernis der langen Anfahrt zu einer Schulung“, so Rehe. Eine weitere Neuerung: Das Zentrumsangebot insbesondere für Schulungen wird durch Kooperationen mit anderen Kompetenzzentren erweitert.

Voraussetzung für Integration geschaffen
„Ich kann den Unternehmen nur empfehlen, die Angebote des Zentrums zu nutzen“, meint Axel Schulz, Geschäftsführer von Schubs in Hameln. „Wir haben bei uns mit Unterstützung des Zentrums 14 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen können.“ Ein digitaler Assistent leitet sie bei der Schaltschrankmontage an. Schulz: „Diese Arbeiten haben vorher Fachkräfte verrichtet, die uns an anderer Stelle fehlten.“ Der digitale Assistent federt den Fachkräftemangel ab und er schafft die Voraussetzungen für die Integration von Menschen mit Behinderung.

ATS Elektronik führt mit Unterstützung des Zentrums ein Indoor-GPS-System zur Lokalisierung von Fertigungsressourcen ein. ATS-Geschäftsführer Gerald Schroth: „Mit dem System wissen Unternehmen, wo sich ihre Werkzeuge und Werkzeugwagen befinden. Wir haben unsere Lösungen erfolgreich mit Unterstützung von Mitarbeitern des Kompetenzzentrums entwickelt und erschließen damit einen neuen Geschäftsbereich.“

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