11. DEZEMBER 2018

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Deutsche Unternehmen verschenken Potenzial


Daten spielen für die wirtschaftliche Leistung eine große Rolle. Jedoch bleiben deutsche Unternehmen bei der digitalen Wertschöpfung noch hinter ihren Möglichkeiten. Dabei bietet ein ERP-System, so der ERP-Hersteller Proalpha, jede Menge Chancen, die einfach zu nutzen wären.

Immer mehr Unternehmen erkennen den hohen Wert ihrer Daten. Als Grundlage von Geschäftsprozessen sind sie Teil der sogenannten Data Economy. Experten verstehen darunter den finanziellen und wirtschaftlichen Wert, der durch das Internet der Dinge sowie durch die Speicherung, Abfrage und Analyse großer Mengen detaillierter Geschäfts- und Unternehmensdaten entsteht.

Der von Digital Reality in Auftrag gegebene „Data Economy Report 2018“ beziffert das Wertschöpfungspotenzial in Deutschland auf rund 200 Milliarden Euro. Jedoch würden nur 55 Prozent davon abgeschöpft, so der Bericht weiter. „Schon mit Unternehmenssoftware wie einem ERP-System lässt sich oft zusätzliches Potenzial heben“, kommentiert Andree Stachowski, Chief Sales Officer beim ERP-Hersteller Proalpha, die Studie. Denn die darin gespeicherten Daten ließen sich vielfältig nutzen, so Stachowski.

Datenschätze frisch aus der Produktion
Rund um die Kernprozesse der Produktion fallen unendlich viele Daten an, so etwa unzählige Rückmeldungen zum Starten oder Beenden einzelner Arbeitsschritte. Werden diese Statusinformationen anstelle auf Papier digital oder sogar mobil erfasst, lassen sich nachgelagerte Arbeitsschritte aus dem ERP heraus schneller anstoßen. Informationen über die Dauer dieser Aktivitäten helfen zudem, Produktionsabläufe weiter zu optimieren.

Ergänzend zu dieser auftragsbezogenen Betriebsdatenerfassung (BDE) verarbeiten immer mehr ERP-Systeme auch Maschinendaten aus der Produktion. Argumente, es fehle an Standards für eine Anbindung, lässt Andree Stachowski nicht gelten. Sein Unternehmen habe erst kürzlich in einem Pilotprojekt gezeigt, dass sich auch ältere Anlagen über ein ERP-System steuern lassen. Rückmeldungen von den Maschinen helfen wiederum, Produktionsressourcen bedarfsgerecht zu warten, Probleme frühzeitig zu erkennen und Ausfällen vorzubeugen.

Logistik und Lager als Datenlieferant
Eine optimale Produktionsplanung berücksichtigt neben den eigentlichen Arbeitszeiten auch Transport- und Wartezeiten zwischen einzelnen Aktivitäten. Dazu müssen Bewegungen von Materialien, Warenträgern sowie Halb- oder Fertigerzeugnissen zwischen den einzelnen Arbeitsstationen und dem Lager möglichst genau erfasst werden. Das lässt sich mit einem Real-Time-Location-System oder einem Kamerasystem realisieren.

Sobald Bewegungen und Standorte ans ERP-System gemeldet sind, stehen sie allen Mitarbeitern und Folgeprozessen in Echtzeit zur Verfügung. Ein weiteres Beispiel ist die mobile Lagerlogistik. Hier sorgen ERP-Daten beispielsweise für Mehrwert, indem sie automatisiert Nachschubbestellungen auslösen. Auch die Inventur profitiert von mobilen Lösungen, weil sie die Bestandsaufnahme von Tagen auf wenige Stunden verkürzen und zudem die Fehlerquote senken.

Servicequalität, eine Frage des Timings
Statusmeldungen von Maschinen und Anlagen sind die Basis für eine vorausschauende Wartung. Sie helfen damit, die Produktion am Laufen zu halten. Vernetzte Anlagen und Produkte legen außerdem den Grundstein für neue Geschäftsmodelle. Sie ermöglichen neue Services. Einer aktuellen Studie von PAC und Proalpha zufolge haben sich 78 Prozent der Befragten zum Ziel gesetzt, solche Dienstleistungen in ihr Portfolio aufzunehmen. Für knapp ein Drittel ist es sogar ein zentrales Ziel. Das Bewusstsein für die zusätzlichen Chancen ist also vorhanden.

Wertschöpfung aus dem Controlling
Der verschärfte Wettbewerb zwingt Unternehmen, immer stärker auf die Kosten zu achten. Um Produkte, Prozesse oder Leistungen fundiert bewerten zu können, müssen Controller die inzwischen zahlreich vorhandenen Daten aus verschiedensten Blickwinkeln beleuchten. Zeitgemäße ERP-Systeme bieten hierfür eine mehrdimensionale Ergebnisrechnung, gepaart mit eingängigen Visualisierungen und interaktiven Auswertungsmöglichkeiten.

Alles steht und fällt mit der Datenqualität
Diese Potenziale lassen sich allerdings nur voll ausschöpfen, wenn die Datenqualität stimmt. Nachhaltig ist ein laufender Data-Quality-Prozess, der kontinuierlich Stamm- und Bewegungsdaten auf Vollständigkeit und Plausibilität prüft. ERP-Systeme bieten hierzu entsprechende Werkzeuge, um Prüf- und Korrekturprozesse weitestgehend zu automatisieren. Damit kann ein ERP-System als Motor der datengetriebenen Wertschöpfung agieren.

Datum:
05.12.2018
Unternehmen:

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