11. DEZEMBER 2018

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Rekordkurs bei Werkzeugmaschinenindustrie


Im dritten Quartal 2018 sank der Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um ein Prozent zurück. Die Auslandsorders sanken um zwei Prozent.

„Auftragseingang und Produktion markieren 2018 ein neues Rekordniveau“, sagt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Branchenverbands VDW. „Gleichwohl zeigen die Bestellungen erstmals seit mehr als einem Jahr ein kleines Minus. Der Aufschwung neigt sich allmählich dem Ende entgegen und die Nachfrage normalisiert sich“, so Schäfer weiter.

Zum einen lasse die Dynamik der Weltwirtschaft nach. Zum anderen führe die starke Entwicklung der Inlandsnachfrage in der zweiten Jahreshälfte 2017 rund um die EMO Hannover zu Minusraten im Gesamtauftragseingang. Schließlich verunsichert die globale Entwicklung mit der Verbreitung von Handelskonflikten, zunehmendem Protektionismus, steigenden Ölpreisen, hoher Inflation in verschiedenen Schwellenmärkten und ungebremster Verschuldung die Kunden.

Kapazitätsauslastung setzt Höhenflug fort
Die Beschäftigten bleiben mit fast 73.700 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im August dieses Jahres auf Rekordniveau. Die Kapazitäten waren im Oktober 2018 mit 95 Prozent fast vollständig ausgelastet. Eine ähnliche Auslastung wurde zuletzt im Juli 2012 gemessen. „Mitarbeiter-, Kapazitäts- und Materialengpässe sind nach wie vor die meist genannten Herausforderungen für die Unternehmen“, sagt Schäfer.

Produktion läuft besser als erwartet
Der Umsatz ist in den ersten neun Monaten laut Verbandsumfrage um 13 Prozent gestiegen. „Zwar wird sich dieser zweistellige Zuwachs nicht über das gesamte Jahr fortschreiben lassen, weil die Produktion Ende 2017 nach oben geschnellt ist“, erläutert Schäfer. Die gute Entwicklung habe den Verband jedoch veranlasst, die Produktionsprognose einen weiteren Prozentpunkt nach oben zu schrauben. Der VDW erwartet nunmehr einen Produktionszuwachs für 2018 um acht Prozent auf ein Volumen von über 17 Milliarden Euro.

Allerdings weist Schäfer ausdrücklich darauf hin, dass Konjunktur und Unternehmensentwicklungen wieder stärker auseinanderlaufen. Die Zerspanungstechnik, die im vergangenen Jahr boomte, wächst jetzt deutlich langsamer. Die Umformtechnik ist hingegen wieder Zugpferd für die Entwicklung, unterstützt durch Projektgeschäfte.

Datum:
03.12.2018
Unternehmen:
Bilder:
VDW
VDW

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