20. NOVEMBER 2018

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Joint Venture für Karosseriebau gegründet


Porsche und Schuler bauen gemeinsam ein Presswerk für die Automobilproduktion der Zukunft. Dazu wurde ein entsprechenden Joint Ventures gegründet. Die Europäische Kommission hat bereits grünes Licht gegeben. Die Freigabe durch weitere Wettbewerbsbehörden steht noch aus.

Der Zweck des Gemeinschaftsunternehmens von Schuler und Porsche ist ein Smart-Press-Shop als Teil der Industrie 4.0. Mit zukunftsweisenden Technologien soll das neue Presswerk flexibel anspruchsvolle Karosserieteile herstellen; der Schwerpunkt liegt dabei auf Aluminium-Außenhautteilen sowie der Fertigung kleiner Losgrößen.

Maßstäbe setzen in der Sportwagen-Produktion
„Mit dem Joint Venture stellt Porsche wichtige Weichen für die Sportwagen-Produktion“, sagt Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik bei Porsche. „Es geht um die Nutzung von Zukunftstechnologien und Innovationen, um Prozesse effizienter zu gestalten. Die enge Verzahnung von Design, Entwicklung, Karosserieplanung, Werkzeugfertigung und Produktion innerhalb des Porsche-Konzerns wird die Qualität unserer Sportwagen beeinflussen.“

Schuler-Vorstandschef Domenico Iacovelli betont: „Porsche und Schuler bringen gemeinsam ein Presswerk zum Einsatz, das in zweifacher Hinsicht Maßstäbe setzt – bei der Leistungsfähigkeit in der industriellen Fertigung und bei der digitalen Vernetzung und Auslesbarkeit der Datenströme im Produktionsprozess. Von diesem großen Schritt nach vorn wird Porsche profitieren, aber letztlich auch andere Hersteller.“

Durchgehende Vernetzung im Umformprozess
Die Weiterentwicklung des Umformprozesses erfolgt unter anderem durch die durchgehende Vernetzung der Produktionsdaten und den Einsatz des maschinellen Lernens. Neue Maßstäbe setzen Porsche und Schuler mit Themen wie Predictive Maintainance oder einer intelligenten Produktionssteuerung.

In dem Joint Venture wird die neue Servo-20-Technik von Schuler verwendet. Sie steigert den Output von 18 auf 20 Hübe pro Minute und reduziert den Energieverbrauch pro Hub und Bauteil. Durch ein neues Konzept zum Werkzeugwechsel können kleine Losgrößen mit hoher Wirtschaftlichkeit produziert werden. Weitere Merkmale der neuen Linie sind ein optimierter Servo-Antrieb der Folgepressen und ein verringerter Platzbedarf.

Eigenständige GmbH & Co. KG
Das Gemeinschaftsunternehmen wird als eigenständige GmbH & Co. KG geführt. Die Anteile liegen zu gleichen Teilen bei Schuler und Porsche. Porsche und Schuler investieren jeweils in zweistelliger Millionenhöhe in das Joint Venture. Es entstehen mehr als 100 neue Arbeitsplätze. Der Sitz des neuen Unternehmens steht aktuell noch nicht fest.

Datum:
10.09.2018
Unternehmen:

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