25. SEPTEMBER 2018

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Prozessdenken auf ganzer Linie


RAS Reinhardt Maschinenbau offeriert seinen Kunden nicht nur Lösungen für komplette Blechbearbeitungsprozesse, sondern lebt dies auch in seinen eigenen Werken. So ist unter anderem CAD/CAM, PDM und ERP miteinander gekoppelt. Systempartner ist DPS Software.
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Blech ist ein fragiler Werkstoff, ähnlich wie Papier, wenn auch auf einer anderen Ebene. Um mit Blechen geschickt umgehen zu können, sind schon viele Bearbeitungsmaschinen entwickelt worden. Einer der Anbieter in dem Umfeld Schneiden, Biegen, Formen ist RAS Reinhardt Maschinenbau aus Sindelfingen. Das Unternehmen wurde 1939 von Wilhelm Reinhardt gegründet.

Unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg startete Reinhardt die Herstellung von Blechbearbeitungsmaschinen. Es wurden zunächst Schwenkbiegemaschinen und Scheren hergestellt. 1949 erfolgte der Umzug aus der Stadt heraus an den heutigen Standort etwas außerhalb. Mitte der 60er-Jahre errichtete Reinhardt ein weiteres Werk in Wildberg-Effringen/Nordschwarzwald.

In der Zwischenzeit ist RAS zu einem leistungsfähigen Werkzeugmaschinenhersteller mit 250 Mitarbeitern gewachsen. Die Unternehmensführung liegt heute in den Händen der Enkel des Gründers, Willy und Rainer Stahl. RAS adressiert Anwendungsbereiche wie Türen und Tore, Deckenleuchten, Schaltschränke oder Getränkeautomaten. Es geht hierbei um das Biegen gerader Kanten durch Schwenkbiegen. „Gestanzte oder gelaserte Teile werden eingelegt und durch einen Schwenk der Biegewange der kurzen Schenkel gebogen“, erklärt Rainer Stahl.

RAS hat sogar eine eigene Software entwickelt, die die Biegeprogramme mit einem Klick automatisch erzeugt. Darüber hinaus gibt es eine ERP-Software, Bendex Professional, die die administrativen Prozesse automatisiert und die Werkstattsteuerung optimiert. Durch diesen  Aufwand werden hohe Rationalisierungspotentiale gehoben. „Wir haben Kunden, die an dieser Stelle mehr als 600 Prozent Zeiteinsparung haben“, so Stahl.

Darum geht es also: Gesamtlösungen, Maschine, Automatisierungsumfeld und Software so zu realisieren, dass sie hohen Nutzen spenden. Und nicht nur wieder eine Maschinenachse um fünf oder zehn Prozent schneller zu machen. Dass man dabei die mechanische Auslegung der Maschinen und auch der Peripherie keineswegs vernachlässigt, zeigt der Invest des Unternehmens in CAx-Technologie und deren Integration.

RAS ist ein früher Solidworks-Kunde
Bereits 1999 begann RAS mit der Auswahl eines neuen 3D-CAD-Systems. „Der Eintritt in die 3D-Welt war dringend notwendig, weil wir mit 2D an Grenzen gestoßen sind“, so der Konstruktionsleiter Mechanik, Joachim Köhler. Mit im Anbieterfeld war DPS Software mit den System Solidworks von Dassault Systèmes. DPS Software ist dann auch ausgewählt worden. Das Systemhaus hat eine steile Karriere gemacht. Aus dem Kleinbetrieb von damals wurde der größte selbständige Solidworks-Reseller in Europa und der größte Sage-Händler im D-A-CH-Raum.

Das Unternehmen aus Leinfelden-Echterdingen hat schon früh begonnen, den großen Hauptsystemen eigene kleine Pakete an die Seite zu stellen und auch individuelle Software für einzelne Kunden zu entwickeln. Dabei hat es sich keineswegs gescheut, die Expertise von Kunden mit einzubeziehen, wie auch im Fall von RAS, insbesondere bei dem Aufbau der „Jobbox“.


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