19. JUNI 2018

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Trumpf setzt auf China


Der Maschinenbauer Trumpf setzt ungeachtet der aktuellen handelspolitischen Diskussionen auf China. Das Unternehmen beschäftigt dort an zwei Standorten mehr als 1.300 Mitarbeiter und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 404 Millionen Euro.

„Der chinesische Markt ist für Trumpf von herausragender Bedeutung", sagte Trumpf-Gesellschafter Mathias Kammüller anlässlich der Eröffnung des neuen Produktionsstandorts der Trumpf-Tochter JFY in Yangzhou. „Mit den beiden Marken JFY und Trumpf zeigen wir unseren Kunden und Geschäftspartnern, dass wir für unterschiedliche Marktsegmente passende Produkte und Lösungen haben", betont der für das China-Geschäft von Trumpf zuständige Heinz-Jürgen Prokop.

Marktführend in China
Trumpf hat bei JFY nach eigenen Angaben zwölf Millionen Euro in den bislang größten Produktionsstandort der Gruppe weltweit investiert. Die Produktionsflächen betragen 19.000 Quadratmeter. JFY produziert mit 771 Mitarbeitern vor allem Laser-, Stanz- und Biegemaschinen. Mit weit über 1.000 CNC-Biegemaschinen pro Jahr ist JFY Marktführer in China und produziert zudem mehr Biegemaschinen als die Trumpf-Gruppe weltweit.

„Die gegenwärtigen Handelsstreitigkeiten zwischen China und USA sehen wir deshalb zwar mit grundsätzlicher Sorge", so Prokop, „insbesondere was einen möglichen Anstieg der Stahlpreise anbelangt. Aber sie tangieren unser China-Geschäft bislang noch nicht."

Exit from China keine Option
Er verwies darauf, dass Trumpf gezielt auf die Stärkung des Marktes vor Ort setze und Entwicklungsthemen nicht nach Deutschland zurückverlagere. „Die Dynamik des chinesischen Marktumfelds werden wir durch eine Stärkung von Entwicklung, Produktion und Service in China nutzen. Der vielfach diskutierte 'Exit from China' ist für uns daher keine Option."

Neben der Eröffnung des Standorts in Yangzhou investiert Trumpf auch in die eigene China-Gesellschaft Trumpf China in Taicang. Bereits Ende April fand der Spatenstich für ein neues Multifunktionszentrum statt. Die Investitionssumme beträgt hier acht Millionen Euro.

Hauptumsatztreiber von Trumpf China mit einem Jahresumsatz von mehr als 300 Millionen Euro im aktuellen Geschäftsjahr und 590 Mitarbeitern sind hochwertige Laserschneidmaschinen zur Blechbearbeitung, während JFY preislich im niedrigen und mittleren Segment angesiedelt ist. Auch Trumpf China produziert fast ausschließlich für den chinesischen Markt.

State-of-the-Art-Lösungen für Smart Factory
Neben dem starken Wachstum bei den Maschinen liefe auch das Automatisierungsgeschäft bei Trumpf China und JFY mit guten Wachstumsraten, sagte Mathias Kammüller, der auch Chief Digital Officer der Trumpf-Gruppe ist. So biete Trumpf heute komplette State-of-the-Art-Lösungen für eine Smart Factory nach dem Vorbild der Trumpf-Smart-Factory in Chicago, die im vergangenen Herbst eröffnet wurde.

Datum:
13.06.2018
Unternehmen:
Bilder:
Trumpf
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