17. FEBRUAR 2019

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Prozesse fast ohne Schnittstellen


Seit 2009 hat Paul Kauth Solidworks und Solidcam eingeführt, um für seine Blechumformteile ein durchgehendes System vom Prototypenbau bis zur Werkzeugkonstruktion und -fertigung zu haben. Betreut wird der Automobilzulieferer von DPS Software.
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Auf der schwäbischen Alb verbinden sich schöne Landschaft und mittelständische Industrie aufs vortrefflichste. Während draußen die Kartoffelstöcke blühen, wird drinnen Hightech gemacht. Hier werden viele Produkte gefertigt, die Weltspitze sind. Nur die Unternehmen selbst sind oft wenig bekannt.

Einer davon ist Paul Kauth – ein Unternehmen mit rund 550 Mitarbeitern, verteilt auf sechs Standorte. Kauth entwickelt und baut Teile für die Automobilindustrie, produziert ausschließlich in Deutschland. Verbaut werden die Teile mehr oder minder in der ganzen Welt. Das sind Teile wie Achsbefestigungen, Gewindeplatten, Tür- und Heckscharniere, Sitzbefestigungen, Motor- und Getriebebefestigungen.

Tuben in einem Stück tiefziehen
Letztere werden in der Form von Tuben produziert, in einem Stück, in Folgeverbundwerkzeugen tiefgezogen. Ein spezielles Verfahren, von Kauth selbst entwickelt, das für stabile, hochfeste Teile sorgt. Damit hat das Unternehmen bis heute ein Alleinstellungsmerkmal. Auch alle anderen Werkstücke werden aus Blech, durch Kaltumformung hergestellt. Entsprechend beeindruckend sind die Presshallen in Denkingen.

Kauth wurde 1928 in Spaichingen von Paul Kauth gegründet, zunächst als Taxi- und Mietwagenunternehmen mit Tankstelle und Reparaturwerkstatt. 1952 folgte eine Kehrtwende: Paul Kauth richtete seine Firma auf die Produktion von Drehteilen und Muttern aus. Im Jahr 1964 gab es einen weiteren großen Schritt: Das Unternehmen zog nach Denkingen. Hier wurde auch eine erste Produktionshalle errichtet.

Umstellung auf Stanz- und Umformteile
Als immer mehr billige Drehteile nach Deutschland importiert wurden, hat Kauth rechtzeitig auf Stanz- und Umformteile umgestellt – teils durch eigenes Wachstum, teils durch geschickten Firmenzukauf sind die Schwaben stetig gewachsen. Neben der Zentrale in Denkingen gibt es Niederlassungen in Frittlingen, Deilingen, Solingen und in Finnentrop (Nordrhein-Westfalen). Eine weitere Niederlassung in Kanada wird derzeit aufgebaut.

Kauth produziert bislang ausschließlich in Deutschland, die Teile werden aber über die automobilen OEMs weltweit verbaut. Kunden sind zum Beispiel Mercedes Benz, BMW, Audi, VW oder Porsche. Das Unternehmen befindet sich nach wie vor in der Hand der Gründerfamilie. Dass man für so ein Unternehmen ein leistungsfähiges CAD/CAM-System braucht, steht außer Frage. Seit 2009 ist Solidworks installiert, das von DPS Software geliefert wird. Mittlerweile sind insgesamt 20 Solidworks-Lizenzen, davon fünf mit Solidcam im Einsatz.

Im Grunde beginnt der Prozess bei Kauth in der Entwicklung beim Kunden. „Wir bekommen erste Vorschläge unserer Kunden und beginnen mit der Feststellung der Machbarkeit sowie auch der Gestaltung des Bauteils“, erläutert Alonso Martinez, Leiter Prototypen bei Kauth. Dann ist der Kunde wieder dran, das zu prüfen oder Änderungswünsche einzubringen. Eine Phase intensiven Informationsaustausches – auch auf der Datenebene.

Solidworks als CAD-Programm
Bei Kauth ist Solidworks installiert und bei den Automobilherstellern Catia und NX. Der Teilehersteller nutzt also in der frühen Phase Solidworks, die Arbeitsergebnisse werden dann in ein neutrales Format oder in Catia oder NX umgewandelt. Umgekehrt „werden die Daten meist über Iges oder Step übertragen“, erklärt Siegmar Reiner, Konstrukteur bei Kauth. „Das sind zwar dumme Daten, die uns aber intern nicht vor Probleme stellen, weil wir die Flächen zumeist neu in Solidworks aufbauen“, so Reiner.


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Datum:
30.01.2019
Unternehmen:
Bilder:
DPS Software
DPS Software
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