17. FEBRUAR 2019

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Per Update zu besserer Performance


Dass es nicht immer gleich eine neue Maschine sein muss, zeigt das Beispiel von Stürmsfs. Der Schweizer Hersteller ließ seine 2013 angeschaffte Plasmaschneidanlage Omnimat 6500L von Messer Cutting Systems updaten und an ein neues CAD/CAM-System anbinden.

In Goldach, inmitten der Appenzeller Alpen und direkt am Bodensee gelegen, hat der Stahlverarbeiter Stürmsfs seinen Sitz. Vor fünf Jahren erweiterte das Schweizer Unternehmen seinen Maschinenpark um die Plasmaschneidanlage Omnimat 6500L von Messer Cutting Systems. 2017 wurde dann die CAD-/CAM-Software auf Sigmanest umgestellt. Damit die Plasmaanlage die Neuerungen auch ins Blech bringen konnte, rückten die Messer-Techniker ihr mit einigen Modifikationen und Updates an die Aggregate und Steuerung.

Satte Leistung mit Luft nach oben
Schon von Beginn an war Stürmsfs mit der Leistung der Omnimat sehr zufrieden. Dazu Daniel Welti, Bereichsleiter Produktion bei Stürmsfs: „Nachdem wir die Plasmatechnologie eingeführt hatten, konnten wir den Markt besser versorgen, da wir um einiges schneller als zuvor arbeiten konnten. Da die Maschine alles in Kombination erledigt, entfallen Arbeitsschritte wie manuelles Anbringen von Fasen oder Bohren von Löchern. Dank der Zusatzoption der Fasenanbringung haben wir sogar neue Kunden gewonnen.“

Doch die Anforderungen stiegen, und die aktualisierte Software machte es nötig, beim Schneidsystem ein Update vorzunehmen. Dazu wurde die komplette Produktionsinfrastruktur der Omnimat analysiert. „Eine der ersten Maßnahmen war ein Update der Maschinensoftware. Das hatte enormen Einfluss auf die Steuerung und die Gesamtperformance der Omnimat“, erläutert Boris Wiechmann, Projektleiter bei Messer Cutting Systems.

Die dort eingesetzte Omnimat 6500L ist mit zwei Plasmaanlagen vom Typ Kjellberg Hifocus 360i, zwei Fasenaggregaten Skew Delta sowie einem Bohraggregat ausgestattet. „Zusammen mit Sigmanest haben wir den Postprozessor – den ‚Repräsentanten‘ der Schneidmaschine in der Software – angepasst, damit die Kommunikation zwischen beiden Systemen schnell vonstattengehen kann“, so Boris Wiechmann.

Auf Erfolg geschult
Bereits bei der Neuanschaffung der Omnimat hat Messer das Stürmsfs-Personal intensiv auf die Möglichkeiten der neuen Maschine geschult. Nach dem Update standen der neue Bohrprozess sowie die aktualisierten Fasen-Programme auf dem Lehrplan. „Die Schulungen in der Messer Academy haben sich schon damals gelohnt. Diesmal wurde das Bedienpersonal direkt vor Ort mit profundem Wissen rund um die Optimierungen geschult“, so Daniel Welti.

Effektiv modifiziert – auf Effizienz optimiert
Die Verbesserungen an der Omnimat bei Stürmsfs waren tiefgreifend und wirkten sich auf sämtliche Bearbeitungsprozesse aus. Besonders die Effizienz des Schneidsystems bekam einen Schub. So wurden Nebenzeiten reduziert und der Abarbeitungszyklus stark optimiert. Dazu Daniel Welti: „Die Fasenprogramme profitieren vom Update, indem sie beispielsweise im Mehrbrennerbetrieb parallel mit beiden Fasenaggregaten markieren können. Und das bei sehr guten Ergebnissen.“

Auch die Anbindung an Sigmanest brachte Erleichterung für Programmierer und Bediener. So entscheidet der Programmierplatz jetzt dynamisch, welcher Bohrprozess der passende für die jeweilige Anwendung ist. In diesem Zusammenhang zeigte sich auch, dass der Bohrprozess unter der neuesten Softwarerevision deutlich zugelegt hatte und seitdem wesentlich effektiver läuft.

„Wir hatten aufgrund der Testläufe schon mit einer deutlichen Zeitersparnis gegenüber der alten Softwareversion der Omnimat gerechnet. Um das in Zahlen auszudrücken, ließen wir zuvor unter der alten Version ein Referenzprogramm abarbeiten, das eine Laufzeit von 24,5 Minuten ermittelte“, so Boris Wiechmann. Auf Kundenwunsch wurde das Referenzprogramm auch für eine neu angeschaffte Mitbewerber-Plasmaschneidmaschine ausgegeben, das in 19 Minuten durchlief.

„Wir warteten gespannt darauf, wie sich unsere Omnimat mit dem neuen Release schlagen würde. Nach 16,5 Minuten wurde das Programm beendet und unterbot damit die alte Laufzeit um 33 Prozent. Und sogar dem Konkurrenzsystem rangen wir 2,5 Minuten, also 13 Prozent, ab“, freut sich Boris Wiechmann.

Alter schützt vor Leistung nicht
„Die Modifikationen und Updates hat die Performance deutlich verbessert und vor allem dem Kunden einen enormen Mehrwert spendiert – und das mit einer Maschine, die immerhin schon fünf Jahre alt ist“, resümiert Boris Wiechmann, Projektleiter bei Messer Cutting Systems.

Datum:
28.01.2019
Unternehmen:
Bilder:
Messer Cutting Systems
Messer Cutting Systems
Messer Cutting Systems

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