20. NOVEMBER 2018

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Werkzeugmaschinen digital vernetzen


Ob 3D-Drucker, Smart Glasses oder Werkzeugmaschine – auf der Hannover Messe zeigte Axoom, wie einfach sich Maschinen, Software und Services digital vernetzen lassen.

Die Plattform von Axoom nutzen rund 40 Kunden aus der Automobilindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau. Zahlreiche Partner bieten darauf ihre Softwarelösungen und Anwendungen an. Axoom funktioniert herstellerunabhängig, sodass sich die Daten von Maschinen verschiedener Fabrikate jeglichen Alters miteinander vernetzen lassen.

„Axoom hebt sich deshalb vom Markt ab, weil sich die Plattform an bereits bestehende Softwaresysteme anpasst. Unsere Kunden können mit ihren vorhandenen Maschinen und ihrer bestehenden Fertigungs-IT mit uns zusammen durchstarten“, sagt Tom Tischner, Geschäftsführer von Axoom. Die digitale Geschäftsplattform ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Fertigung ausgelegt. Für das Unternehmen mit Sitz in Karlsruhe arbeiten mittlerweile rund 100 Mitarbeiter.

Fertigungs-Know-how und IT-Expertise vereint
Axoom vereint Fertigungs-Know-how und IT-Expertise. „Wir unterstützen unsere Kunden von der Beratung über die Einführung bis zur Betreuung ihrer Vernetzungslösung. Kunden können schnell, einfach und günstig in die Industrie 4.0 und die modernste Geschäftsplattform der Branche einsteigen“ sagte Tischner.

Die Kunden können durch das Partner-Modell aus einer Vielzahl an Angeboten das Werkzeug nutzen, das am besten zu ihnen passt. „Von der Zusammenarbeit mit Partnern, die ihre Lösungen und Anwendungen auf der Plattform anbieten, profitieren alle: Die Kunden müssen sich nicht auf ein Angebot festlegen und die Partner können neue Kunden erreichen“, so Tischner.

Neuaufstellung für schnellere Serviceleistungen
Bei der diesjährigen Hannover Messe zeigte sich das Unternehmen erstmals mit einer einheitlichen Aufstellung: Die für die Implementierung der Lösungen zuständige Tochter Axoom Solutions firmiert jetzt ebenfalls unter dem Dach von Axoom. Beide Gesellschaften arbeiten seit ihrer Gründung eng zusammen.

„Unsere Kunden bekommen nun alle bisherigen Angebote von der Strategieberatung bis zur Projektintegration wie aus einer Hand. Durch verkürzte Abstimmungswege erhalten sie nun jederzeit schnellere Serviceleistungen“, so Tischner. Auf der Hannover Messe zeigte Axoom verschiedene Anwendungsbeispiele.

Fernwartung per Datenbrille bei Makino
Der Werkzeugmaschinenhersteller Makino ermöglicht seinen Kunden einen schnellen Support per Smart Glasses von Oculavis. Axoom sorgt hierbei für den nötigen Zugriff auf die Maschinendaten. Ein live zugeschalteter Service-Techniker sieht die Maschine per Datenübertragung genau so wie der Bediener vor Ort mit der Datenbrille. Er kann detaillierte Anweisungen an den Bediener geben, um die Anlage innerhalb kürzester Zeit wieder instand zu setzen.

Der Zugriff auf die Maschinendaten ermöglicht eine effiziente Fehlersuche und -behebung. Bei Bedarf können weitere Experten mit hinzugezogen werden. Die Architektur der Plattform lässt es zu, dass sich eigene Entwicklungen über Apps integrieren lassen. Als Teil der Axoom-Plattform benötigt sie keinen separaten Zugang zur Kunden-IT.

Trendanalysen bei Daimler um Fehler zu vermeiden
Im Mercedes-Benz-Werk Sindelfingen ist Laserschweißen angesagt: Mehrere Roboter fügen mit den intelligenten Scanneroptiken I-PFO die Türen und Heckklappen der E-Klasse. Versorgt werden sie durch Trudisk-Scheibenlaser von Trumpf. Ein Teil der Daten aus Lasern, Bearbeitungsoptiken und Prozesssensoriken wird über das Internet an die Axoom-Cloud weitergeleitet. Algorithmen und Trumpf-Mitarbeiter machen sich ans Werk und werten die Daten aus. Ziel ist es, Störungen zu vermeiden.

Transparenz für bessere Planbarkeit bei Klöckner
Die Kunden des Stahl- und Metallhändlers Klöckner fordern zunehmend vorbearbeitete Produkte und komplexe Zuschnitte. Um dem gerecht zu werden und die eigene Fertigung fit für die Zukunft zu machen, arbeitet Klöckner eng mit Axoom zusammen: Die Anbindung von Maschinen an den Axoom-Clouddienst soll mehr Transparenz und bessere Planbarkeit bringen. Denn Transparenz ist die Voraussetzung für eine Automatisierung der Wertschöpfungskette von der Bestellung bis zu Lieferung.

In einem Testlauf in der Produktion in Velten hat das Unternehmen erstmals eine Rohrlaserschneidmaschine in Axoom eingebunden. Im ersten Schritt erstellten die Axoom-Experten einen digitalen Zwilling von der Rohrschneidemaschine. Dieser soll in Zukunft im Dashboard sämtliche Maschinen- und Prozessdaten abbilden. So können künftig Daten für die Nutzer visualisiert und Handlungsempfehlungen abgegeben werden.

Zustandsüberwachung von 3D-Druckern
Mithilfe von Axoom lässt sich auch der Zustand moderner Fertigungstechnik überwachen. Die Zustandsdaten eines 3D-Druckers von Trumpf etwa lassen sich durch digitale Vernetzung in eine Cloud streamen, bearbeiten und auf einem Dashboard darstellen. Das ermöglicht eine Live-Überwachung des Produktionsstands oder der Auslastung der Maschine. Der Maschinenbediener kann den Fertigungsprozess im Blick behalten, ohne vor Ort zu sein, und die Fertigung lässt sich effizienter organisieren.

Datum:
09.05.2018
Unternehmen:
Bilder:
Trumpf
Trumpf
Trumpf

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