19. JUNI 2018

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Automationszellen sicher bestücken


Vor automatisierten Bearbeitungsprozessen steht noch häufig ein Werker, der mit den zu bearbeitenden Bauteilen die Automationszelle bestückt. Das liegt auch daran, dass der Griff in die Kiste, in der diese Bauteile zum Teil unsortiert vorliegen, bisher nicht prozesssicher automatisiert werden kann. Tünkers schafft Abhilfe.

Das Einlegen der Bauteile in die Fertigungszelle bedingt eine Unterbrechung des Fertigungsprozesses. Deshalb arbeiten Hersteller gerade im Serienbereich mit Staustrecken, auf denen der Werker eine gewisse Anzahl von Bauteilen für einen Zyklus von 20 bis 30 Minuten bestücken kann.

Sicherheit und Zugänglichkeit garantieren
Als einfache Betriebsmittel haben sich für diese Beladestationen sogenannte Staukettenförderer durchgesetzt. Bei diesem Förderbandtyp können die einzelnen Paletten unabhängig vom Takt der nachfolgenden Prozessautomationskette beladen werden. Das erlaubt dem Werker, verschiedene Magazine nacheinander zu beladen – unabhängig von der Taktfolge der einzelnen Stationen.

Die Bauteilträger erweisen sich bei den Stauförderern als Gefahrenquelle, vor allem, wenn sie im Kopfbereich von unten nach oben über eine 180-Grad-Drehbewegung gefördert werden. Da genau in diesem Bereich die Einlegesituation für den Werker liegt, muss diese in Abstimmung mit den Sicherheitsvorschriften mechanisch geschützt werden.

Ein übliches System ist die Schutzumhausung, die diesen Bereich des Magazins weitläufig vom Werker abtrennt. Damit wird jedoch der freie Zugang des Werkers zu dem Band stark eingeschränkt. Eine Bestückung der Paletten kann sinnvoll nur noch über die Seiten erfolgen.

Stauförderer gewährleistet Werkersicherheit
Um dieses Problem zu verhindern, hat Tünkers zusammen mit LAT den LFS-Stauförderer entwickelt. Er funktioniert mit einem Reibschluss im Bereich der Umlenkung und gewährleistet damit die Sicherheit des Werkers. Der Reibschluss erlaubt es, die aufwärtsgetrieben Palette jederzeit anzuhalten. Zusätzlich ist das System mit einer Rutschkupplung ausgestattet. Bei einer Kollision zwischen zwei aufstauenden Paletten im Bereich der Umlenkung kommt die Maschine zum Stillstand. 

Mit diesem Kniff kann auf eine zusätzliche Schutzumhausung verzichtet werden. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, das Magazin direkt an der Kopfseite zu beladen. Mehrere Stauförderer lassen sich so sehr eng nebeneinander positionieren, sodass von der Kopfseite die verschiedenen Bänder auf kurzen Wegen bestückt werden können.

Ein weiterer Vorteil des LFS-Bandes von Tünkers ist die integrierte Auffahrkupplung. Beim Auftreffen der Palette auf den stillstehenden Palettenzug wird dieser Mitnehmer entkoppelt, sodass der Antriebsmotor jeweils nur die Friktionsleistung der ersten Palette überwinden muss. Deshalb können bei dieser Art des Fördersystems sehr kleine Motoren verwendet werden, was sich positiv auf die Betriebskosten auswirkt.
 
Für die Serienfertigung im Automobilbereich
Das LFS-Band eignet sich besonders für die Bestückung von Automationszellen mit kleinen und mittleren Werkstücken bei Bauteilgewichten bis 50 Kilogramm und Abmaßen von 600 und 700 Millimetern. Das LFS-Band hat sich in mehr als 500 Anwendungen der Automobilindustrie in der Serienfertigung als robustes und wartungsarmes Produktionsmittel bewährt.

Datum:
06.03.2018
Unternehmen:
Bilder:
Tünkers
Tünkers
Tünkers
Tünkers
Tünkers
Tünkers

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