Future: Industrie 4.0

Schritt für Schritt zur Smart Factory

Viele Fertigungsunternehmen sind noch weit von der Smart Factory entfernt. Der Anbieter von Business-Software IFS gibt Tipps, wie sich der Weg dorthin zielsicher und schnell beschreiten lässt.

07. November 2018
Bild: Westend61
(Bild: Westend61)

Für Fertigungsunternehmen bedeutet digitale Transformation vor allem die Umwandlung in eine Smart Factory. In einer intelligenten Fabrik – so das Ziel – passen sich dann miteinander vernetzte Roboter, Geräte und Maschinen autonom an neue Anforderungen an und organisieren selbstständig ganze Produktionsprozesse. Für die meisten Fertigungsunternehmen liegt das allerdings noch in weiter Ferne. Der unter anderem auf die Fertigungsindustrie spezialisierte ERP-Anbieter IFS mit Sitz in Erlangen erläutert, wie dieses Ziel schnell und zielgerichtet erreicht werden kann.

1. ›Business-first‹-Ansatz verfolgen

Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Projektmanager dürfen eine Smart-Factory-Initiative nicht einfach nur angehen, um Kunden oder Investoren sagen zu können, dass jetzt digitalisiert wird. Stattdessen sollte es sich immer um einen konkreten Geschäftsnutzen handeln – sei es, bessere Ergebnisse zu erzielen, das eigene Business zukunftsfähig zu machen oder mehr Wert aus den Produktionsanlagen und dem kompletten Ecosystem zu generieren. Dafür ist es ganz entscheidend, die Smart Factory als integralen Bestandteil einer breiter vernetzten Landschaft aus Informationstechnologie (IT) und Operational Technology (OT) zu betrachten.

2. Maschinen modernisieren

Manche Fertigungsunternehmen haben noch mechanische Systeme im Einsatz, die über 50 Jahre alt sind. Ohne moderne Technologien ist die Smart Factory aber nicht realisierbar. Das Internet of Things verbindet die physischen und digitalen Komponenten miteinander und ist damit die Grundvoraussetzung für eine intelligente Fabrik. Lassen sich veraltete Maschinen nicht Industrie-4.0-fähig machen, sollten sie ausgetauscht werden.

3. Servitization nicht vernachlässigen

Über die intelligente Automatisierung der Fertigung hinaus bietet das Internet of Things die Chance, die eigenen Aktivitäten auszubauen. So ermöglicht diese Technik auch neue Services und neue Geschäftsmodelle, bei denen Kunden etwa keine Maschine mehr kaufen, sondern nur noch für ihre konkrete Nutzung bezahlen. Der Wettbewerbsdruck, aber auch die steigenden Kundenerwartungen, machen diese Servitization immer mehr zu einem Muss für die Fertigungsbranche.

4. Mitarbeiter vorbereiten

Auch wenn sich das Aussehen der Fertigungshallen in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird, eine Sache wird gleich bleiben: Die wichtigste Ressource von Fertigungsunternehmen wird auch weiterhin der Mensch sein. Allerdings werden die Mitarbeiter in der Smart Factory ganz andere Aufgaben wahrnehmen als heute. Ihre entsprechende Fort- und Weiterbildung ist eine große, aber unerlässliche Aufgabe.

5. Klein anfangen und dann skalieren

Investitionen in die Smart Factory sollten gezielt in kleinere ausgewählte Projekte erfolgen, die bei Erfolg inkrementell ausgebaut werden. So lassen sich häufig bereits Wertschöpfung und Wachstum schaffen, indem eine einzelne Maschine an das Internet of Things angebunden und neue Prozesse und Technologien um sie herum getestet werden. Spezielle Zentren können Fertigungsunternehmen dabei helfen, solche Konzepte in sicheren und beherrschbaren Umgebungen auszuprobieren.

»Unternehmen wird ständig erzählt, dass sie ihren langfristigen Erfolg riskieren, wenn sie nicht sofort digitalisieren. Für Fertiger ist das aber nicht so einfach. Steht die Produktion einen Tag still, kann das erhebliche negative Auswirkungen haben, bis hin zu Millionenverlusten«, sagt Antony Bourne, Vice President of Global Industry Sales bei IFS. »Deshalb ist es wichtig, dass sie auf dem Weg zur Smart Factory einen Schritt nach dem anderen gehen. Experten können dabei helfen, harmonische, automatisierte und belastbare Lösungen zu implementieren, um die Geschäftsziele zu erreichen, die sie mit der intelligenten Fabrik verfolgen.«

Erschienen in Ausgabe: 07/2018

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