18. JANUAR 2019

zurück

kommentieren drucken  

Zeitvorsprung im Schiffsbau


Technik/Rohre und Profile

Mit seiner Software für das reibungslose Biegen von Rohren verbessert Transfluid mobile Prozesse. Leistungsstarke Großrohrbiegemaschinen schaffen mit ›T-Project‹ bis zu 60 Prozent Zeitersparnis.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Zur Planung von Kapazitäten und Prozessen sind digitale Lösungen im internationalen Schiffsbau und Offshore-Bereich gefragt. Dafür verbindet der Maschinenbauer Transfluid seine Biegetechniken für große Rohrdurchmesser mit praxisorientierter Online-Vernetzung.

So berechnet etwa die Software ›T-Project‹ für das Biegen am geraden Rohr mit angeschweißten Flanschen vorab die exakte Orientierung dieser Flansche. Mobile Messsysteme ermitteln digitale Daten vor Ort, zum Beispiel um Passrohre exakt zu vermessen. Darüber hinaus sorgt Transfluid mit der rollierenden Umformmaschine ›T-Form UMR‹ für die Option von Endformprozessen. So können beispielsweise Bördelflansche wirtschaftlich angeformt und anschließend gebogen werden. 

Rohrdurchmesser bis 400 Millimeter schneller biegen

»Zeit- und Kostenersparnis sind Faktoren, die wir gerade bei der Rohrbearbeitung für die Branche möglich machen«, erläutert Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid. »Das Anschweißen von Bögen an Großrohre haben deshalb unsere T-Bend-CNC-Dornbiegemachinen längst abgelöst, weil sie die Fertigungskosten senken.« Zusätzlich sparen die Biegeanlagen bis zu 60 Prozent Zeit bei der Fertigung von Rohren mit bis zu 400 Millimeter Durchmesser. Hierbei spielt auch das schnelle Rüsten der Maschinen – teilweise unter zehn Minuten – eine entscheidende Rolle.
Mit einer vollautomatischen CNC ausgestattet, bearbeiten die Biegeanlagen von Transfluid dick- und dünnwandige Rohre in allen Materialien mit Rohrdurchmessern von 1,5xD oder größer. Diese engen Biegeradien werden bei minimalen Wandstärkenverschwächungen souverän umgesetzt. So kann auch im Schiff ein räumlicher Vorteil realisiert werden.

Beflanschte Rohre besser per Software biegen

Wenn Flansche bereits vor dem Biegeprozess am geraden Rohr angeschweißt sind, ist die Bearbeitung eines Rohrverlaufs um ein Vielfaches einfacher und kostengünstiger realisierbar, weil der Schweißprozess schneller ist. Über die innerbetriebliche Verbindung zu CAD-Programmen kann die Biegesoftware T-Project die Isometrien unmittelbar verarbeiten. Flansche können aus einer Datenbank ausgewählt und in der Isometrie auch biegetechnisch eingebunden werden. »Mit dem orientierten Biegen des beflanschten Rohres erweitert unsere Lösung die Flexibilität bei der Fertigung. Abläufe werden so deutlich einfacher«, so Stefanie Flaeper.

Mehr Freiheit im Praxiseinsatz vor Ort schafft die mobile Tablet-Version der Software, ›T-Project Draft‹. Auch eine mobile Datenerfassung über ein leichtes, transportables Messsystem ist möglich. Damit können Daten, beispielsweise von Passrohren, ermittelt werden – sowohl die Verlaufsgeometrie als auch die Flansche und die Flanschstellung. Insbesondere hierbei ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis. Ein Messvorgang an Bord beschränkt sich selbst bei komplexen Rohren mit Flanschen auf wenige Minuten. Sämtliche Daten sind so digital erfasst, dokumentiert und Daten stehen per Online-Übermittlung in der Konstruktion sowie an der Biegemaschine zur Verfügung. Nachdem das Rohrteil gefertigt ist, kann es noch einmal vermessen werden, um eine zuverlässige Installation sicherzustellen. Ein weiterer Zeitvorteil: Während Rohre mit den bereits ermittelten Messdaten bearbeitet werden, kann parallel an Bord weiter vermessen werden.


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
bbr 07/2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Transfluid
Bild: Transfluid
Bild: Transfluid

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Themenvorschau bbr (PDF)

bbr Bänder Bleche Rohre - Themenvorschau

   Themenvorschau 1-2019

bbr Sonderhefte und Supplements